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Taucha 1350 Stimmen gegen Citytrasse gesammelt
Region Taucha 1350 Stimmen gegen Citytrasse gesammelt
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21:00 01.09.2010
Kartonweise Contra: Lutz Kowalik, Peter Pieske und Steffen de Parade (v.l.) bei der Übergabe der Bürgerbedenken vor der Regionalen Planungsstelle. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Wie berichtet, läuft dort noch bis morgen das Beteiligungsverfahren zur Teilfortschreibung des Regionalplanes. Das dient im Wesentlichen dazu, raumordnerische Bedenken gegen die vom Autobahnamt Sachsen geplante Trasse zu formulieren. Nach Einwänden von Bürgern aus Sehlis, Pönitz und Panitzsch war im einem ersten Schritt bereits eine Trasse südlich von Taucha deutlich erschwert worden. Als denkbare Lösung war danach eine Trasse entlang der Bahnlinie in der Stadt ins Gespräch gekommen.

„Die vielen Einwände jetzt sollten als Zeichen verstanden werden, dass die Bürger mit einer Autobahn mitten durch Taucha nicht einverstanden wären“, meint Lutz Kowolik. „Es kann nicht sein, eine solch viel befahrene Straße mitten durch Taucha führen zu wollen“, sagt er.

Peter Pieske ist dankbar, dass so viele Helfer und Sympathiesanten das Vorhaben unterstützten. „Sonst wäre das Ergebnis nicht möglich gewesen“, sagt er. „Ich hatte anfangs die Zahl der Gegner optimistisch auf etwa 700 geschätzt“, sagt er. In etwa so viele hatte er bereits Ende voriger Woche zusammen. Er will nun auch die letzten noch eintreffenden Bürgereinwände morgen zur Planungsstelle bringen.

Rund die Hälfte der Betroffenen habe die von der Initiative vorbereiteten Zettel genutzt, die andere Hälfte habe aber die Argumente noch mit eigenen ergänzt. „Es sind auch einige Gewerbetreibende darunter, die befürchten, durch die Straße ihr Gewerbe zu verlieren“, erklärt er.

Enttäuscht ist Pieske, dass sich von den Parteien im Stadtrat niemand zu dem Thema geäußert habe. Es gebe nur ein paar Sätze des Bürgermeisters zu Varianten. „Kein Stadtrat wollte uns gegenüber etwas sagen“, erklärt Pieske. „Aber ganz Taucha regt sich auf“, schimpft er und zeigt auf die prallvollen Kisten mit Beschwerden.

Übereingekommen sind die Initiatoren, jetzt bald formell eine Bürgerinitiative zu gründen. „Nur so werden wir unser gemeinsames Ziel erreichen“, sagt er. Ab dem 20. September sei die Gründung geplant, Ort und Zeit würden noch bekanntgegeben.

Jörg ter Vehn

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