Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha 165 Kilo Trauben für Schlossberg-Wein geerntet
Region Taucha 165 Kilo Trauben für Schlossberg-Wein geerntet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 06.10.2011
Handarbeit: Elke Kabelitz erntet die Trauben auf dem Tauchaer Schlossberg. Dort wird nachweislich seit etwa 1520 Weinbau betrieben. Der Schlossverein hat jedoch erst im Jahr 2000 damit wieder angefangen – mit wechselnden Erfolgen. Quelle: Jörg ter Vehn
Anzeige
Taucha

Aber ein Schädling vernichtete fast die Hälfte der Ernte.

„Das ist ein echter Tiefschlag“, sagte Arnold gestern bei der Weinlese. „Wenn man sich das ganze Jahr abrackert und dann so etwas die Ernte schmälert“, seufzte er und zeigte auf einen grau-grünen pilzartigen Befall zwischen vielen Trauben. Kiloweise der Früchte wanderten in den Müll.

„Wir hatten bestimmt 400 Kilo Trauben hier an den Weinstöcken hängen“, schätzte Elke Kabelitz vom Verein. In einigen Reihen sei der Befall ganz schlimm, in anderen seien nur einige Stöcke betroffen gewesen. Je enger die Trauben hingen, desto stärker sei der Ausschuss, erläuterte Arnold. Auch die Netze, mit denen die Früchte in den letzten Wochen vor allzu gierigen Vögeln geschützt worden waren, seien zunächst als Auslöser in Frage gekommen. „Aber auch unverhüllte Weinstöcke waren betroffen“, erläuterte Kabelitz und zeigte auf angefressene, aber befallene Trauben. „Wir werden jetzt wohl einen Experten befragen, um was für einen Schädling es sich handelt“, erzählte Arnold. Denn eigentlich werde der Wein schon gegen vieles vorsorglich behandelt, „auch gegen Grauschimmel“, sagte er. „Das ist Wohl das Leid aller Winzer, die in der freien Natur anbauen müssen“, stöhnte er.

Stephan Stichel übernimmt künftig beim Verein die Pflege des Weinbergs. Quelle: Jörg ter Vehn

„Na ja, auf diese Weise werden wir eine Beerenauslese abfüllen können“, scherzte Kabelitz. Tatsächlich rückten die beiden und Stephan Stichel, der künftig die Pflege des Weinbergs in seine Obhut übernehmen will, den Trauben mit der Schere zuleibe und sortierten – wo es noch lohnte – von Hand unschöne Beeren aus. So kamen gestern am späten Mittag alles in allem trotzdem noch 165 Kilo Trauben bei René Schwalbe auf dem Weingut Rollsdorfer Mühle in Seeburg an, der für den Schlossverein den Wein keltert.

Seit Jahren ständig im Weinberg unterwegs: Klaus Arnold. Quelle: Jörg ter Vehn

Der Schlossverein hatte auch im vorigen Jahr Pech, als ebenfalls ein Großteil der Ernte vernichtet werden musste, nur 50 Flaschen Wein abgefüllt werden konnten. Das Jahr davor war jedoch mit 430 Flaschen eines der besten gewesen. Der Dornfelder des Jahrgangs 2009 war ein leichter, fruchtiger, ungemein süffiger Wein geworden, von dem noch einige Flaschen beim Schlossverein gegen eine Spende erhältlich sind.

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Beim Bau der Abwasserkanäle in Plösitz lässt derzeit nur ein kurzes Stück der Wurzner Straße erahnen, wie der Ortsteil einmal wieder aussehen könnte. Von der Parthe bis zum alten Gasthof Plösitz ist zumindest eine Seite der Straße wieder asphaltiert.

05.10.2011

„Pitti, Pitti“, tönte es schon weit vor der Mehrzweckhalle voller Vorfreude aus den Kehlchen der Kleinsten. Denn nach wie vor ist der kleine, freche Kobold Kult.

04.10.2011

Bratwurst, Bier und starke Männer dominierten am Wochenende das Gut Graßdorf. Gastronom Carsten Wulf hatte zum Oktoberfest geladen, die Reithalle in bewährter Weise mit Holzplatten ausgelegt und somit zur Festhalle umfunktioniert.

03.10.2011
Anzeige