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Taucha 20 Jahre Otto Heil in Taucha - ein Stück Ost-West Geschichte
Region Taucha 20 Jahre Otto Heil in Taucha - ein Stück Ost-West Geschichte
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10:00 10.06.2011
Firmenjubiläum: Bürgermeister Holger Schirmbeck (r.) übergibt Firmenchef Christoph Heil eine Flasche vom 2007er Ratswein aus Taucha. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Noch 1988 habe er als 14-Jähriger mit seinem Vater die innerdeutsche Grenze besucht, erinnerte sich Geschäftsführer Christoph Heil in der geschmückten Werkshalle vor den Vertretern von Politik, Planungsbüros, Bauherren, Banken und den Mitarbeitern. Mit der Wende sei die Entscheidung seines Vaters gekommen, den Aktionsraum der Firma vom Stammsitz Bad Kissingen gen Osten zu erweitern. 1991 übernahm Heil den Teil des alten Baustoffkombinates Leipzig in Taucha. Betonmischanlage, Werkstatt und Bürogebäude entstanden danach fast im Jahresabstand.

Mitarbeiter und Gäste verfolgen in der geschmückten Werkshalle die Jubiläumsfeier. Quelle: Jörg ter Vehn

Heils Aufträge spiegelten die Situation in Ostdeutschland wieder. Zunächst sei viel erschlossen, seien viele Straßen und im Tiefbau gearbeitet worden, so Christoph Heil. Dann seien überwiegend Wohnungs- und Büroräume entstanden, nach der Flut ab 2002 auch viel im Wasserbau geschehen. Inzwischen betreue Heil von Taucha aus Baustellen von Frankfurt/Main bis Rügen und Hamburg. Vom angekündigten nächsten Konjunkturpaket wünsche er sich, dass auch größere Lose dabei sind, um mittelständische Unternehmen zu fördern, so Heil. Die Firma setzt nach eigenen Angaben mit 80 Mitarbeitern in Taucha rund elf Millionen Euro jährlich um.

Der Bevölkerungsrückgang in Sachsen werfe viele Fragen auf. In der Firma Heil habe aber seit dem 15-jährigen Jubiläum ein wahrer Babyboom eingesetzt, „sogar Drillinge waren dieses Jahr dabei“, freute sich Heil. Seine eigene vierköpfige Familie sei auch im Freistaat angekommen, zwei Mitglieder seien echte Sachsen, „mit Migrationshintergrund“, scherzte er vor dem Ost-West-Hintergrund.

Landrat Michael Czupalla sagte, Heil habe ein Stück Deutsche Geschichte mitgeschrieben und seine Spuren hinterlassen, etwa an der Pöppelmannbrücke in Grimma, am Flughafen Leipzig/Halle und am Helmholtz-Zentrum Leipzig. Bürgermeister Holger Schirmbeck sagte, Heil gehöre zu den bedeutendsten Firmen in Taucha. Er überreichte eine Flasche vom raren 2007er Ratswein. Ansonsten hatte Heil gebeten, von Geschenken abzusehen und lieber Geld für die Opfer der Atomkatastrophe in Fukushima zu spenden. 2000 Euro seien zusammengekommen, so Heil.

Jörg ter Vehn

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