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36. Silvesterkonzert im Tauchaer Stadtpark

36. Silvesterkonzert im Tauchaer Stadtpark

Wenn am letzten Abend des Jahres aus allen Himmelsrichtungen Menschen in den Tauchaer Stadtpark strömen, kann das nur eines bedeuten: Die Jagd- und Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen hat wieder zum traditionellen Silvesterblasen geladen.

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Sachsens Elite-Parforcehornbläser aus Taucha verabschieden mit einem Konzert das alte Jahr.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Nun schon zum 36. Mal ertönten die kräftigen, wohlklingenden Hörner am Fuße des Aussichtsturms. Punkt 21 Uhr eröffnete Solist Frank Becker auf dem Balkon mit dem Stück "Begrüßung" das gut 45-minütige Konzert. Falk Porzig, der musikalische Leiter des Ensembles, übernahm unter sternenklarem Himmel die Moderation. Er erklärte nicht nur die historischen Hintergründe der Stücke, die von ihren Komponisten mal Jägern, mal Treibern oder auch bestimmten Anlässen gewidmet waren, sondern er unterhielt auch mit humorvollen Geschichten und Anekdoten. So waren unter anderem Texte von Heinz Erhardt, Loriot oder Joseph von Eichendorff zu hören.

Die dicht gedrängt vor dem Turm stehenden rund 500 Zuhörer applaudierten kräftig, sofern sie keinen Glühwein hielten, der von Vereinsmitgliedern oder deren Angehörigen ausgeschenkt wurde. Stadtrat und Stadt-Historiker Detlef Porzig begrüßte im Namen der Stadt die Zuhörer und stimmte mit einigen historischen Daten auf das neue Jahr ein. Am Ende wünschte er sich und dem Publikum nicht nur eine friedvolle Welt, sondern auch eine Entscheidung zum Bau der neuen B 87 ohne Querung der Parthenaue.

Mit den Stücken "La Marche de Venerie" einer 250 Jahre alten französischen Fanfare und dem Volkslied "Kein schöner Land in dieser Zeit" endete das inzwischen mit Kultstatus behaftete Bläserkonzert. Zuvor hatte Porzig Junior noch auf die erste CD des Ensembles verwiesen. Sie war im Herbst in einem Leipziger Studio aufgenommen worden und kann über die Homepage der Gruppe oder bei deren Auftritten gekauft werden. Davon werden sicher auch einige Bayern Gebrauch machen. Denn auf die preisgekrönten Tauchaer kommt dieses Jahr wieder der Bundeswettbewerb der Parforcehornbläser zu, der diesmal in Bad Königshofen stattfindet. "Da wollen wir als Gruppe und in den kleinen Formationen wieder vorn sein. Aber es wird eng, die Konkurrenz ist stark", so Porzig.

Und es gibt offensichtlich jedes Jahr Tauchaer, die zum ersten Mal am Silvesterkonzert teilnehmen, so wie Lutz Mende. "Wir sind Silvester sonst immer weggefahren, haben aber schon viel gehört von den Konzerten, zumal sich das Ensemble deutschlandweit einen Namen gemacht hat. Es war wirklich sehr schön, auch die kurzen Ansprachen", zeigte sich der 55-Jährige begeistert. Sonst kenne er den Park nur vom Joggen. Auch für seine Begleiterin, die Leipzigerin Iris Vonderlind, war das Konzert ein Gewinn: "Ein beeindruckendes Erlebnis, sehr schön. Diese Musik zum Jahresausklang hilft, vom Stress der letzten Wochen runter zu kommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.01.2014
Olaf Barth

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