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500 Pferden gingen beim Graßdorfer Springturnier über die Hürden

Nach zwei Jahren Pause 500 Pferden gingen beim Graßdorfer Springturnier über die Hürden

Die mächtige, dynamisch wirkende Reiterstatue am Eingang vom Gut Graßdorf hat an diesem Wochenende springlebendige Gesellschaft bekommen. 178 Reiter hatten sich mit 516 Pferden für das 11. Graßdorfer Springturnier eingetragen.

Höchste Konzentration für Pferd und Reiter bei den Sprüngen über die bis zu 1,35 Meter hohen Hindernisse.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha.. Die dynamische Reiterstatue am Eingang vom Gut Graßdorf hat an diesem Wochenende im wahrsten Sinn des Wortes springlebendige Gesellschaft bekommen. 178 Reiter hatten sich mit 516 Pferden in die Startlistendes 11. Graßdorfer Springturniers eingetragen. Damit konnte die Reit- und Turniergemeinschaft Gut Graßdorf e.V. nach zweijähriger Unterbrechung die Tradition des Tauchaer Turniersportes fortführen.

„Mit der Neugründung unseres Vereins im Jahre 2015 haben wir nun eine Organisationsstruktur geschaffen, die es wieder ermöglichte, ein Turnier in so einer Dimension durchzuführen“, sagte Vereinschef Daniel Schibur, der gleichzeitig als Turnierleiter fungierte. Mit dem Team von Wulf Catering vom Landgasthof Gut Graßdorf als Turnierausrichter sowie einer Vielzahl von Sponsoren aus der Region und dem Pferdesportbereich hatte er starke Partner an seiner Seite.

Die Sieger konnten sich nach dem Springen über Pokale und Ehrenpreise freuen, die dank Sponsoring mit Prämien zwischen 150 und 600 Euro garniert waren. Viele Helfer aus den eigenen, aber auch von befreundeten Vereinen, sorgten für einen reibungslosen Verlauf der fünfzehn Springprüfungen.So war Leonore Buschmann von der Tauchaer Reitsportgemeinschaft als „Herrin der Meldelisten“ gefragter Ansprechpartner für den Turnierablauf. Von ihr war zu erfahren, dass die Teilnehmer überwiegend aus den neuen Bundesländern sowie aus Bayern und Hessen angereist waren. Wie immer stand auch Pferdesportveteran Manfred Wulf, der heute seinen 78. Geburtstag feiert, den Organisatoren als orts- und sachkundiger Berater zur Seite.

Auf der erneuerten Reitanlage gingen die Reiter mit ihren Pferden, je nach Prüfungsart, auf Strecken zwischen 350 bis 500 Metern über die acht bis fünfzehn Hindernisse, die Turnierfreunden als Steilsprünge oder Oxer bekannt sind. Gewertet wurde nach den klassischen Reitsportregeln, also Strafpunkte für abgeworfene Stangen, Verweigerung des Sprungs oder Überschreiten der Höchstzeit sowie Gutschriften für Zeitunterschreitung. Viele Reiter gingen mit unterschiedlichen Pferden als Mehrfachstarter über den Parcours, wie Kristina Ackermann, die Bewirtschafterin des Graßdorfer Reiterhofes. Mit ihr waren noch fünf weitere Tauchaer Reiter am Start.

Den Zuschauern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Bei einem Führzügelwettbewerb konnten Kinder bis zehn Jahren unter Beweis stellen, wie sie auf dem Pferd sitzend, das Ross allein nur mit den Zügeln in vorgegebene Richtungen führen können. Und bevor der Start zur höchstklassigen Springprüfung dieses Turnieres erfolgte, konnten die Zuschauer in einer Showeinlage einige der vielfältigen Sparten des Reitsportes, wie Dressur, Voltigieren, Geschicklichkeitsdarbietungen mit Ponys oder Gespannfahrten kennenlernen.

Das gut organisierte Turnier litt an den ersten beiden Tagen unter dem wechselhaften Wetter, denn es hätte ein paar mehr Besucher verdient. „Es ist nun mal ein Freiluftsport“, so Turnierleiter Schibur. „Das wird uns aber nicht davon abhalten, im nächsten Jahr vom 7. bis 9. September das 12. Graßdorfer Springturnier wieder nach Taucha zu holen.“

Von Reinhard Rädler

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