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Taucha 600 Gäste besuchen Osterfeuer
Region Taucha 600 Gäste besuchen Osterfeuer
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05:00 23.04.2011
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Taucha

Etliche Kleingärtner hätten auch noch Verschnitt dazu gekippt. „Mit bis zu zehn Metern Flammenhöhe ist das diesjährige Osterfeuer eines der größten und repräsentativsten aller Zeiten“, sagte Birgit Schwurack von der Tauchaer Stadtverwaltung am Gründonnerstag. Alles unter Kontrolle hattte dabei Stadtwehrleiter Cliff Winkler. Mit seiner schwarzen Sonnenbrille auf der Nase beobachtete er die Flammen. Ein ganzer Trupp Kameraden stand ihm mit dem Löschfahrzeug 2016 zur Seite. 2000 Liter Wasser fasst der Tank. „Damit kann man notfalls eine brennende Laube löschen“, sagte Winkler. Zum Ablöschen des Osterfeuers genügte folglich der Wasservorrat problemlos. Doch auch für den Ernstfall war Winkler gerüstet: Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten, könne er aus dem Kommandowagen Verstärkung ordern.

Taucha. Vor einigen Stunden noch wurde hier, in der Mitte des riesigen Festplatzes, mit zwölf Fackeln eines der größten Osterfeuer der Region entzündet. Zwei Tage lang hatten Mitarbeiter des Bauhofes Taucha Holz aufgeschichtet. Etliche Kleingärtner hätten auch noch Verschnitt dazu gekippt. „Mit bis zu zehn Metern Flammenhöhe ist das diesjährige Osterfeuer eines der größten und repräsentativsten aller Zeiten“, sagte Birgit Schwurack von der Tauchaer Stadtverwaltung am Gründonnerstag.

Jetzt aber war Nacht über der Festwiese an der Geschwister-Scholl-Straße hereingebrochen. Einige Vögel zwitscherten in den alten Laubbäumen ihr Lied und Ostern hatte begonnen. Nur noch ein Haufen Asche schmorte vor sich hin. Die Feuerwehr hatte vor ein paar Minuten das riesige Osterfeuer gelöscht. Die Rauchschwaden waren verzogen und der Blick in die Sterne war wieder frei. In dieser Nacht konnte man sie besonders gut sehen und romantische Gefühle machten sich breit. Zumindest bei Tim Steinfeld und Sarah Rückner. Versonnen zeigte der 19-Jährige mit dem Kurzhaarschnitt in den Himmel. „Ist das der Nordstern?“, fragte er.

Das Tauchaer Osterfeuer ist mit der Zeit zu einem kleinen Volksfest mutiert. Kamen vor Jahren nur wenige Taucher, um dem Brauch zu frönen, waren es dieses Mal knapp 600 Leute. Sie standen am Feuer, lachten und klönten. Es gab Bier, Bratwürste, aber auch Schnaps. Vereine und Gewerbetreibende bauten Stände und rollende Wurstbuden auf. Für Kinder gab es zudem ein Karussell.

Diesem Trubel entflohen Tim Steinfeld und Sarah Rückner auf eine kleine Anhöhe. Dort war die Musik etwas leiser, die Sterne etwas näher. Die beiden kennen sich erst seit dem 14. Februar. Just am Valentinstag seien sie sich beim Schwimmen in der Schwimmhalle begegnet. „Da hat es gefunkt – und bis jetzt nicht wieder aufgehört“, sagte Sarah. Später schlenderten die beiden nach Hause, natürlich Hand in Hand.

Benjamin Böhme

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