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Änderung des Flächennutzungsplans: Plösitzer erhalten von Stadträten Unterstützung

Antrag Änderung des Flächennutzungsplans: Plösitzer erhalten von Stadträten Unterstützung

Im Tauchaer Ortsteil Plösitz können die Grundstückseigentümer zwischen Bergstraße und Schmiedeweg aufatmen. Ihr Protest gegen Festlegungen im Entwurf des überarbeiteten Flächennutzungsplanes (FNP) hat Wirkung gezeigt.

Die Plösitzer Bergstraße endet als Sackgasse, das Anliegen der Bewohner jetzt aber nicht mehr.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Im Tauchaer Ortsteil Plösitz können die Grundstückseigentümer zwischen Bergstraße und Schmiedeweg aufatmen. Ihr Protest gegen Festlegungen im Entwurf des überarbeiteten Flächennutzungsplanes (FNP) hat Wirkung gezeigt. Teile ihrer Grundstücke sollen nun doch nicht als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden. Ein entsprechendes Vorhaben der Stadtverwaltung erhält wohl im Stadtrat keine Mehrheit.

Die drei Stadtratsfraktionen SPD, Die Linke und FDP/Die Grünen bringen jetzt nach Abschluss der öffentlichen Auslegung des FNP-Entwurfs einen Änderungsantrag ein. Demnach soll im Punkt 3.2. des Änderungsbereiches Nummer 7 die darin ausgewiesenen Mischbauflächen der historischen Ortslage Plösitz den Grenzen des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Parthenaue-Machern angepasst werden. Allerdings nicht so, wie es der Vorschlag der Stadtverwaltung vorsieht. Nach deren Auffassung sollte informell ohnehin schon über die Grundstücke verlaufende LSG nun auch als konkrete farbliche Kennzeichnung in die Privatgrundstücke hineinragen. Dagegen waren bereits in und nach der Stadtratssitzung im Juli Anwohner Sturm gelaufen (die LVZ berichtete).

Die drei Stadtratsfraktionen folgen nun den Argumenten der Anwohner, die in dem Vorhaben eine kalte Enteignung gesehen haben, da unter anderem der Preis für die als LSG vorgesehenen Flächen sinken würde. Diese Grundstücke reichen bis an den Schmiedeweg heran. Dieser soll nun nach dem Willen der drei Fraktionen schließlich auch die Grenze für das schon zu DDR-Zeiten eingerichtete aber nicht Flurstückscharf ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet „Parthenaue-Machern“ bilden. Erhält dieser Antrag die erforderliche Mehrheit im Stadtrat, wowon angesichts des fraktionsübergreifenden Agierens auszugehen ist, würde das bedeuten, dass auch die bisher schon im noch gültigen FNP über die Privatgrundstücke eingezogene LSG-Grenze entfernt und bis zum Schmiedeweg zurückgezogen wird.

Seitens der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Nordsachsen, dürfte es diesbezüglich keinen Einwand geben. Auf LVZ-Nachfrage hatte die Behörde mitgeteilt, dass dies allein die Sache der Stadt Taucha ist. Das Landratsamt habe nicht veranlasst oder gefordert, dass die Grenze des LSG über Teile der Privatgrundstücke gezogen werden muss.

Ob diese von den Stadträten beantragte Änderung nun bedeutet, dass die Anwohner auf diesen als Mischgebiet ausgewiesenen Flächen dann auch baulich tätig werden dürfen, wird noch zu regeln sein. Die Aussichten dafür sind aber gering, da im kleingärtnerisch geprägten Außenbereich des Ortes weitere Wohnbebauung stadtplanerisch nicht vorgesehen und wohl kaum genehmigungsfähig ist. Zu klären wird alledings sein, ob dies auch für Gartenhäuschen oder kleine Bungalows gilt.

Der gesamte überarbeitete Flächennutzungsplan wird voraussichtlich im Oktober auch noch einmal einziges Thema einer eigens anberaumten öffentlichen Sondersitzung des Stadtrates sein, informierte gestern Bürgermeister Tobias Meier (FDP). Dann werde auch noch einmal über das Vorhaben gesprochen, für künftige Generationen in Taucha Flächen entlang der Bahnlinie für eine Ausweichstraße parallel zur jetzigen B 87 frei zu halten. Der jüngste LVZ-Artikel dazu, in dem sich ein BI-Vertreter gegen diese Planung aussprach, hätte für einigen Wirbel und viel Arbeit im Rathaus gesorgt, so Meier. Das zeige, dass es noch Klärungsbedarf gibt.

Von Olaf Barth

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