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Alte Linde kracht nach Sturm zwischen zwei Gebäude

Kirche Dewitz jetzt ohne Strom Alte Linde kracht nach Sturm zwischen zwei Gebäude

Die Martin-Luther-Kirche in Dewitz ist beim jüngsten Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden. Spuren an der Turm-Fassade sowie abgerissene Blitzableiter und Stromkabel zeugen vom Sturz einer entwurzelten Linde. Dabei hätte alles noch viel schlimmer kommen können.

Vom Sturm entwurzelt krachte diese alte Linde neben die Dewitzer Kirche

Quelle: Olaf Barth

Dewitz. Bis Mittwoch mussten Friedhofsbesucher und Mitglieder der Kirchgemeinde warten, bis sie wieder gefahrlos das Gelände rund um die Dewitzer Martin-Luther-Kirche betreten konnten. Denn die vom jüngsten Sturm entwurzelte alte Linde hatte beim Fallen nicht nur Dachziegel und den Blitzableiter mitgerissen, sondern auch das in den Kirchturm führende Stromkabel. Dieses lag nun auf der Wiese und stand weiter unter Strom. Erst drei Tage nach dem Sturm „Herwart“ hatten Mitarbeiter des Energieversorgers enviaM wegen der vielen anderen Schäden die Zeit gefunden, das Kabel vom Netz zu trennen.

„Dafür haben wir Verständnis. Bei all den anderen Einsatzstellen stand unser Friedhof nun nicht ganz oben auf der Prioritätenliste“, sagte Katharina Klauer von der Kirchgemeinde. Sie wohnt gleich gegenüber und hatte den Zugang zum Friedhof mit einem warnenden Hinweis und rot-weißem Band gesperrt. „Wir können froh sein, dass nicht mehr passiert ist. Der Baum hätte auch in die jetzt als Wohnhaus genutzte alte Schule nebenan oder in deren Nachbargebäude fallen können. So aber hat er lediglich unseren Kirchturm gestreift und ist zwischen den Gebäuden umgefallen“, schilderte Klauer dieses Glück im Unglück.

Am Mittwoch sollten die nach einem Gutachten festgelegten Schnittarbeiten an der alten Linde vorgenommen werden. „Das hat sich ja nun erledigt. Der Baum stand schon unter Kontrolle, doch diesem Sturm war er eben nicht mehr gewachsen“, sagte Friedhofsverwalter Marc Letsch, der auch vor Ort war und mit seinem Kollegen eine Grabstelle vorbereitete. Zeitgleich kappten die enviaM-Mitarbeiter das Kabel vom Strommast in der Straße und erkundigten sich, bis wann die Gemeinde unbedingt wieder elektrische Energie im Gotteshaus brauche. „Nächste Woche für den Gottesdienst zum Martinsfest“, gab Klauer den Monteuren noch etwas Zeit. Die wollen nun alles in die Wege leiten, damit das klappt. Bis dahin soll auch das Bruchholz beseitigt worden sein.

Auch in Sehlis ist die Kirche vom Sturm nicht verschont geblieben, berichtet Eberhard Gallschütz vom Kirchenvorstand: „Bei jedem Sturm wirbelt es an einer Ecke immer ganz besonders, sodass dann jedes Mal Ziegel verstreut herumliegen und die Dachrinne beschädigt ist, so auch jetzt wieder.“ Doch was ihn jedes Mal wieder freue, sei die Tatsache, dass sich Dorfbewohner immer gleich dafür sorgen, dass das Dach binnen kurzem wieder dicht ist. „Das ist schon sehr schön, dass das hier in der Gemeinde so klappt“, meinte Gallschütz, der zugleich Mitglied der rührigen Interessengemeinschaft (IG) Sehlis ist.

Von Olaf Barth

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