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Taucha Altersschwache Pappelallee muss weichen
Region Taucha Altersschwache Pappelallee muss weichen
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08:00 21.01.2012
Werden gefällt: Die altersschwachen Pappeln zwischen Seegeritz und Plaußig verschwinden. An ihrer Stelle will das Rathaus junge Bäume und Sträucher anpflanzen und mit mehr Artenvielfalt das Gelände aufwerten. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Die Bäume seien vor 60 Jahren zur industriellen Verwertung gepflanzt worden und hätten ihr natürliches Alter erreicht, erläuterte Bürgermeister Holger Schirmbeck die Maßnahme. „Das Problem ist, dass die Hybridpappeln ab einem gewissen Alter viel Totholz produzieren und etwa nach längerer Trockenheit selbst zuvor grüne Äste abwerfen“, schilderte er. Sie seien auch extrem windbruchgefährdet. Unter diesen Gesichtspunkten sei die geforderte Verkehrssicherheit des daran entlang führenden Weges nur schwer zu gewährleisten.

Die Umbau-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen werde rund 28 000 Euro kosten, 80 Prozent davon würden gefördert, der Rest sei im Haushalt der Stadt enthalten. Die Ausschreibung sei durchgeführt, „bis zum 29. Februar soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein“, so Schirmbeck. In dem ersten Teil würden auf einer Länge von 400 Metern entlang des Weges 44 Bäume gefällt. In der nächsten Saison ab Herbst folge dann der zweite Abschnitt, bei dem auf einer Länge von 240 Metern insgesamt 41 Bäume weichen müssten.

Im Gegenzug werde auch wieder nachgepflanzt, versprach er. So würden für den ersten Abschnitt 38 junge Bäume und 160 Sträucher in die Erde gebracht. Unter den Arten seien Schwarzpappeln, Hainbuchen und Sommerlinden. An Sträuchern würden Weißdorn, Schlehen, Pfaffenhut und Wildapfel gesetzt. Durch die gewählten Arten werde es zu einer Aufwertung des Bestandes kommen, ist sich Schirmbeck sicher. Die Neuanpflanzung bringe mehr Artenvielfalt und schaffe mehr Lebensräume als die bisherige Monokultur, erklärte der Bürgermeister.

Mit der Aktion will die Stadt zugleich ein Malheur beseitigen, das im Laufe der Jahre rund um die Pappelallee stattgefunden hat. Denn der Weg, den landwirtschaftliche Maschinen, aber auch Spaziergänger und Sportler an den Bäumen entlang wählen, verläuft inzwischen auf der falschen Seite. „Die Aufschotterung für den Weg befindet sich auf der anderen Seite“, so Schirmbeck. Mit der Neuanpflanzung ergebe sich die Möglichkeit, den richtigen Verlauf sichtbar zu machen. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

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