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Taucha Altes Cembalo und frische Ideen
Region Taucha Altes Cembalo und frische Ideen
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10:00 03.09.2011
Kirchenmusiker durch und durch: Der gebürtige Chemnitzer Christian Otto spielt auf dem Cembalo vor dem Altar in St. Moritz. Der neue Kantor will das musikalische Leben in der Gemeinde wecken und voranbringen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Schon als kleinen Jungen habe ihn die Technik der Kirchenorgeln fasziniert. „Mit zehn Jahren habe ich mich dann das erste Mal an einer Orgel probiert“, erzählt er. Ab zwölf folgte der Unterricht, später die Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Orgel und Kirchenmusik studierte der heute 28-Jährige, bei Thomaskantor Georg Christoph Biller lernte er auch das Chor-Dirigieren.

Das wird ihm in Taucha helfen. „Denn die Orgel ist ja nur ein Teil der Kirchenmusik“, weiß er selbst. Er wolle sich um regelmäßige gute Musik in den Gottesdiensten von allen Klangkörpern der Gemeine bemühen, verspricht er. „Ich will ja nicht jeden Sonntag allein hinter der Orgel sitzen.“

Das musikalische Umfeld in Taucha mache die Arbeit besonders spannend. Zu einen gebe es den rührigen Verein Musica St. Moritz, der auch seine Stelle ganz wesentlich unterstütze. Dann gebe es aber auch relativ viel schon in der Gemeinde, was er wecken wolle. „Ganz unaufgeregt und mit langem Atem natürlich“, sagt er. So habe sich der Lobpreischor nach ein paar Jahren Pause wiedergefunden. Ob er sich Richtung Jugend- oder Gospelchor entwickele, sei noch unklar. Aber eher etwas moderner, poppiger solle die Richtung sein. Denn im Gegenzug solle es auch einen Motettenchor geben, „eher für alte Musik, ohne Instrumentenbegleitung und in kleinerer Besetzung“, schwebt Otto vor. Die Kurrende mit derzeit sechs bis acht Kindern könne natürlich noch wachsen, die Kantorei durchaus auch jüngere Mitglieder gebrauchen. „Ich möchte, dass es weiter geht, sich was bewegt“, sagt er von sich.

Er bringe dafür auch schon mal englischsprachige Stücke in die Probe ein, überlege im nächsten Jahr zu Weihnachten mal etwas anderes als das altbekannte Weihnachtsoratorium aufzuführen. „Wir müssen da nicht unbedingt die 31. Fassung in Taucha haben“, sagt er. Mit etwas Besonderem bringt sich Christian Otto zudem in St. Moritz ein: Sein altes Cembalo hat er in die Kirche gestellt.

Jörg ter Vehn

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