Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Am 1. August beginnt mit Tobias Meier in Taucha eine neue Zeitrechnung
Region Taucha Am 1. August beginnt mit Tobias Meier in Taucha eine neue Zeitrechnung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 02.08.2015
Tauchas neuer Bürgermeister Tobias Meier (links) übernimmt von Holger Schirmbeck die Amtskette. Quelle: Olaf Barth
Anzeige
Taucha

Meiers erster offizieller Auftritt als Tauchaer Bürgermeister wird am Sonntag eine kurze Ansprache vor internationalen Gästen sein. Denn am Sonntag endet in Taucha der neuntägige Kongress vietnamesischer Buddhisten. Die LVZ sprach mit dem 37-jährigen, ehemaligen Leipzig-TV-Studioleiter über seine Arbeit in den letzten und kommenden Wochen.

Sie sind am Dienstag bereits bei den Buddhisten gesehen worden, war das schon ihre erste Amtshandlung?

Nein, mein erster offizieller Auftritt als Bürgermeister und Vertreter der Stadt wird am Sonntag ab 9 Uhr bei der Abschluss-Zeremonie des buddhistischen Kongresses sein. Da ich dort auch ein paar Worte sagen möchte, wollte ich mich im Vorfeld mit den Buddhisten absprechen und informieren.

Taucha ist international - ein spannender Termin zum Einstieg, oder?

Etwas besseres kann Taucha doch nicht passieren, um zu zeigen, dass es eine weltoffene, tolerante Stadt ist. Dazu gehören Vielfalt und auch der Respekt gegenüber Religionen.

Die Zeit der Amtsübergabe ist vorbei, sehen Sie sich gut gewappnet?

In den letzten zwei Wochen war ich fast täglich im Rathaus. Ich habe mit Holger Schirmbeck über viele Dinge gesprochen, mich auch mit Mitarbeitern der Verwaltung verständigt, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Mehr Zeit ist nicht, denn das Tagesgeschäft muss auch weiter gehen.

Wie wurden Sie in der Verwaltung aufgenommen?

Sicher bin ich kein Verwaltungsexperte, aber vielleicht auch gerade wegen meines Blickes von außen von vielen gewählt worden. Ich rechne mit der Unterstützung der Mitarbeiter und habe das Gefühl, dass es ein gutes Miteinander wird. Trotz des oft geäußerten Bedauerns darüber, dass mein Vorgänger geht, spüre ich auch Vorfreude auf Neues. Und ich freue mich auch auf den am Montag beginnenden Arbeitsalltag.

Was steht als erstes an?

Ich werde einem Tauchaer Unternehmer zum 25-jährigen Betriebsjubiläum gratulieren, um so ein Zeichen zu setzen, dass uns auch die Wirtschaft wichtig ist. Dann geht es Schlag auf Schlag mit Ausschusssitzungen bis zum Stadtrat am 13. August. Außerdem haben sich Vertreter von Verbänden, Firmen und Ingenieurbüros für Vorstellungsbesuche angesagt.

Was würden Sie mit Blick auf Ihr Wahlprogramm als ersten Schwerpunkt Ihrer Bürgermeisterarbeit angehen?

Da kann ich jetzt viel Falsches sagen (lacht), denn es geht nicht alles auf einmal umzusetzen. Aber wie mir ist vielen Tauchaern wichtig, dass sich die Stadt besser präsentiert, dass das Stadtmarketing vorangebracht wird. Da muss in Ruhe analysiert und hinterfragt werden, ohne alles infrage zu stellen und Schnellschüsse zu starten. Wir werden neue Wege beschreiten und mehr mit Bürgern und untereinander kommunizieren. Aber niemand sollte von mir in den ersten vier Wochen Wunder erwarten.

Gewählt wurden sie als Vertreter eines Wahlbündnisses aus SPD, Linkspartei, Grünen und FDP. Hinter Ihrem Namen wird aber immer FDP stehen.

Das ist auch korrekt so. Ich stehe zu dem Wahlbündnis, allen war aber auch klar, dass ich FDP-Mitglied bleibe. Es hatte auch niemand verlangt, dass ich mich verbiege. Generell geht es nicht um Partei-, sondern um Sachpolitik für Taucha. Dafür möchte ich Mehrheiten im gesamten demokratischen Spektrum finden. Ich bin gegen Blockbildung und nicht auf Krawall gebürstet, sondern suche eher den Konsens.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.07.2015
Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Graßdorf/Cradefeld. Die in den Tauchaer Stadtgebieten Graßdorf und Cradefeld noch existierenden Strom-Freileitungen sollen bald der Vergangenheit angehören. Das Stromkabel kommt in die Erde.

30.07.2015

Die Spielstätte der Icefighters Leipzig wurde am Wochenende von Einbrechern heimgesucht. Die ungebetenen Gäste waren aber nicht zum Eislaufen gekommen.

27.07.2015

Wippende Füße und rhythmisches Klatschen erlebt man in einer Kirche auch nicht alle Tage: Beim Konzert des Ensembles Yxalag am Samstagabend in der Tauchaer St.

29.07.2015
Anzeige