Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Am 1. August beginnt mit Tobias Meier in Taucha eine neue Zeitrechnung

Am 1. August beginnt mit Tobias Meier in Taucha eine neue Zeitrechnung

Am Sonnabend beginnt in Tauchas Kommunalpolitik eine neue Ära. Denn nach mehr als einem Vierteljahrhundert tritt mit Tobias Meier (FDP) erstmals in der Nachwendezeit ein neuer Bürgermeister sein Amt und damit die Nachfolge des langjährigen Stadtoberhauptes Holger Schirmbeck (SPD) an.

Voriger Artikel
In Cradefeld kommen Kabel unter die Erde
Nächster Artikel
Milder Winter und Trockenheit

Tauchas neuer Bürgermeister Tobias Meier (links) übernimmt von Holger Schirmbeck die Amtskette.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Meiers erster offizieller Auftritt als Tauchaer Bürgermeister wird am Sonntag eine kurze Ansprache vor internationalen Gästen sein. Denn am Sonntag endet in Taucha der neuntägige Kongress vietnamesischer Buddhisten. Die LVZ sprach mit dem 37-jährigen, ehemaligen Leipzig-TV-Studioleiter über seine Arbeit in den letzten und kommenden Wochen.

 

 

Sie sind am Dienstag bereits bei den Buddhisten gesehen worden, war das schon ihre erste Amtshandlung?

 

 

Nein, mein erster offizieller Auftritt als Bürgermeister und Vertreter der Stadt wird am Sonntag ab 9 Uhr bei der Abschluss-Zeremonie des buddhistischen Kongresses sein. Da ich dort auch ein paar Worte sagen möchte, wollte ich mich im Vorfeld mit den Buddhisten absprechen und informieren.

 

 

Taucha ist international - ein spannender Termin zum Einstieg, oder?

 

 

Etwas besseres kann Taucha doch nicht passieren, um zu zeigen, dass es eine weltoffene, tolerante Stadt ist. Dazu gehören Vielfalt und auch der Respekt gegenüber Religionen.

 

 

Die Zeit der Amtsübergabe ist vorbei, sehen Sie sich gut gewappnet?

 

 

In den letzten zwei Wochen war ich fast täglich im Rathaus. Ich habe mit Holger Schirmbeck über viele Dinge gesprochen, mich auch mit Mitarbeitern der Verwaltung verständigt, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Mehr Zeit ist nicht, denn das Tagesgeschäft muss auch weiter gehen.

 

 

Wie wurden Sie in der Verwaltung aufgenommen?

 

 

Sicher bin ich kein Verwaltungsexperte, aber vielleicht auch gerade wegen meines Blickes von außen von vielen gewählt worden. Ich rechne mit der Unterstützung der Mitarbeiter und habe das Gefühl, dass es ein gutes Miteinander wird. Trotz des oft geäußerten Bedauerns darüber, dass mein Vorgänger geht, spüre ich auch Vorfreude auf Neues. Und ich freue mich auch auf den am Montag beginnenden Arbeitsalltag.

 

 

Was steht als erstes an?

 

 

Ich werde einem Tauchaer Unternehmer zum 25-jährigen Betriebsjubiläum gratulieren, um so ein Zeichen zu setzen, dass uns auch die Wirtschaft wichtig ist. Dann geht es Schlag auf Schlag mit Ausschusssitzungen bis zum Stadtrat am 13. August. Außerdem haben sich Vertreter von Verbänden, Firmen und Ingenieurbüros für Vorstellungsbesuche angesagt.

 

 

Was würden Sie mit Blick auf Ihr Wahlprogramm als ersten Schwerpunkt Ihrer Bürgermeisterarbeit angehen?

 

 

Da kann ich jetzt viel Falsches sagen (lacht), denn es geht nicht alles auf einmal umzusetzen. Aber wie mir ist vielen Tauchaern wichtig, dass sich die Stadt besser präsentiert, dass das Stadtmarketing vorangebracht wird. Da muss in Ruhe analysiert und hinterfragt werden, ohne alles infrage zu stellen und Schnellschüsse zu starten. Wir werden neue Wege beschreiten und mehr mit Bürgern und untereinander kommunizieren. Aber niemand sollte von mir in den ersten vier Wochen Wunder erwarten.

 

 

Gewählt wurden sie als Vertreter eines Wahlbündnisses aus SPD, Linkspartei, Grünen und FDP. Hinter Ihrem Namen wird aber immer FDP stehen.

 

 

Das ist auch korrekt so. Ich stehe zu dem Wahlbündnis, allen war aber auch klar, dass ich FDP-Mitglied bleibe. Es hatte auch niemand verlangt, dass ich mich verbiege. Generell geht es nicht um Partei-, sondern um Sachpolitik für Taucha. Dafür möchte ich Mehrheiten im gesamten demokratischen Spektrum finden. Ich bin gegen Blockbildung und nicht auf Krawall gebürstet, sondern suche eher den Konsens.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.07.2015
Olaf Barth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr