Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Am Tauchaer Rittergutsschlossprangt nun das Luther-"L"
Region Taucha Am Tauchaer Rittergutsschlossprangt nun das Luther-"L"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:52 19.05.2015
Vereinschef Jürgen Ullrich (hinten) präsentiert erstmals das Lutherweg-Zeichen am Eingang des Rittergutsschlosses. Quelle: Reinhard Rädler

Einer der Höhepunkte des Tages war die Enthüllung des "Lutherweg-Emblems" am Schlosstor. Der große Reformator Martin Luther soll zwar kein großer Wanderer gewesen sein, trotzdem gibt es in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern einen Lutherweg - ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchen und Kommunen, begleitet von regionalen Touristikverbänden in Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017. Die Routen führen zu Kirchen, Wohnorten und Wirkungsstätten der Reformation.

Taucha gehörte ursprünglich nicht dazu. Da aber einige Stationen einen Bezug auf den Lebensweg der Familie Luther haben, sind sie auch mit der Ehefrau Luthers, Katharina von Bora, eng verbunden. Bei seinen Recherchen zur Geschichte des Rittergutsschlosses stieß der Schloßverein auf Quellen, nach denen die Mutter der Katharina von Bora am 17. Mai 1480 auf dem Rittergut in Taucha geboren sein könnte. Andere Quellen belegen, dass die Mutter als eine Geborene von Haugwitz aus der verwandtschaftlichen Linie eines der Besitzer des Rittergutsschlossen stammt.

Es gibt zwar noch weitere Thesen, in denen kein Bezug zu Taucha festgestellt ist, aber das Präsidium des Lutherkomitees in Wittenberg erkannte trotzdem die Begründung der Abstammung der Anna von Bora als ausreichend und historisch belegbar an und stimmte dem Führen des grünen "L" für die Kennzeichnung des Lutherweges zu. "Der Weg zwischen Schloss und Kirche, in der es eine Fenstermalerei gibt, die Luther mit einer verkehrt herum gehaltenen Bibel zeigt, soll damit quasi das Tauchaer Teilstück des Lutherweges sein", wie Schlossvereinsvorsitzender Jürgen Ullrich informierte.

Der Schlossverein plant für 2015 oder 2016 eine große Luther-Ausstellung des Weißenfelser Malers Reinhard Bergmann, der alle Luther-Stationen in über 400 Gemälden festgehalten hat. Etwa 250 davon sollen dann in Taucha gezeigt werden. Reinhard Rädler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2014
Reinhard Rädler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Stammtisch wird gewöhnlich über Gott und die Welt geredet, über die große Politik diskutiert oder es werden die Fußballergebnisse kommentiert. Wie gesagt, gewöhnlich, denn beim Foto-Stammtisch im Tauchaer Café Esprit geht es für dessen Teilnehmer um ganz andere wichtige Dinge: zum Beispiel um Objektiv-Blenden, ISO-Empfindlichkeiten oder Belichtungszeiten.

19.05.2015

Weil es wegen eines überackerten, viel genutzten Weges bei Seegeritz Beschwerden und verärgerte Anrufe gegeben hat, bat gestern die Saat-Gut Plaußig Voges KG zu einem Vor-Ort-Termin.

19.05.2015

Wissbegierig recken die Kinder die Arme in die Höhe. "Wie viele Bienen haben Sie hier eigentlich?", will einer der 22 Zweitklässler wissen. Imker Garrelt von Eshen beantwortet geduldig diese und viele andere Fragen.

19.05.2015
Anzeige