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Am Tauchaer Rittergutsschlossprangt nun das Luther-"L"

Am Tauchaer Rittergutsschlossprangt nun das Luther-"L"

Gestern schloss der Förderverein Schloss Taucha am Tag des offenen Denkmals die Räume im Rittergutsschloss auf. Die Gäste waren in das 1. Deutsche Rittergutsmuseum, in den historischen Weinkeller oder in die Kulturscheune mit der "Kaisergalerie" eingeladen oder konnten bei einem Rundgang durch das Areal unter anderem die neue Präsentationen der historischen Mühlsteine der früheren Steinwegsmühle verfolgen.

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Vereinschef Jürgen Ullrich (hinten) präsentiert erstmals das Lutherweg-Zeichen am Eingang des Rittergutsschlosses.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Einer der Höhepunkte des Tages war die Enthüllung des "Lutherweg-Emblems" am Schlosstor. Der große Reformator Martin Luther soll zwar kein großer Wanderer gewesen sein, trotzdem gibt es in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern einen Lutherweg - ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchen und Kommunen, begleitet von regionalen Touristikverbänden in Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017. Die Routen führen zu Kirchen, Wohnorten und Wirkungsstätten der Reformation.

Taucha gehörte ursprünglich nicht dazu. Da aber einige Stationen einen Bezug auf den Lebensweg der Familie Luther haben, sind sie auch mit der Ehefrau Luthers, Katharina von Bora, eng verbunden. Bei seinen Recherchen zur Geschichte des Rittergutsschlosses stieß der Schloßverein auf Quellen, nach denen die Mutter der Katharina von Bora am 17. Mai 1480 auf dem Rittergut in Taucha geboren sein könnte. Andere Quellen belegen, dass die Mutter als eine Geborene von Haugwitz aus der verwandtschaftlichen Linie eines der Besitzer des Rittergutsschlossen stammt.

Es gibt zwar noch weitere Thesen, in denen kein Bezug zu Taucha festgestellt ist, aber das Präsidium des Lutherkomitees in Wittenberg erkannte trotzdem die Begründung der Abstammung der Anna von Bora als ausreichend und historisch belegbar an und stimmte dem Führen des grünen "L" für die Kennzeichnung des Lutherweges zu. "Der Weg zwischen Schloss und Kirche, in der es eine Fenstermalerei gibt, die Luther mit einer verkehrt herum gehaltenen Bibel zeigt, soll damit quasi das Tauchaer Teilstück des Lutherweges sein", wie Schlossvereinsvorsitzender Jürgen Ullrich informierte.

Der Schlossverein plant für 2015 oder 2016 eine große Luther-Ausstellung des Weißenfelser Malers Reinhard Bergmann, der alle Luther-Stationen in über 400 Gemälden festgehalten hat. Etwa 250 davon sollen dann in Taucha gezeigt werden. Reinhard Rädler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2014
Reinhard Rädler

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