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Taucha Ampel soll Lage an B 87/Graßdorfer Straße entspannen
Region Taucha Ampel soll Lage an B 87/Graßdorfer Straße entspannen
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18:15 29.11.2017
Bei dem dichten Verkehr aus verschiedenen Richtungen ist es für Fußgänger oft kaum möglich, hier die Bundesstraße zu überqueren. Dabei ist hier die Verbindung durch die Parkanlage „Glockentiefe“ der kürzeste Weg von oder zur Innenstadt. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Seit dem Frühsommer hatte Tauchas Stadtverwaltung beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) und anderen Beteiligten darauf drängt, den Verkehr von und zur B 87 im Bereich Graßdorfer Straße/Glockentiefe flüssiger zu gestalten, um so Rückstaus über die Bahnschranke hinaus sowie auch auf der B 87 zu minimieren (die LVZ berichtete). Jetzt gibt es tatsächlich einen Lösungsansatz, aber anders als Taucha dachte.

Mit der favorisierten zusätzlichen Rechtsabbiegespur von der Graßdorfer auf die B 87 wird es nichts werden. Auch die Verbreiterung der B 87 an der Parkanlage Glockentiefe, damit der B 87-Verkehr Richtung Eilenburg nicht mehr durch Linksabbieger ausgebremst wird, findet nicht statt. Das ist das Ergebnis einer Vor-Ort-Beratung, an der in dieser Woche Vertreter der Stadt, des Lasuv, der Polizei, der Deutschen Bahn sowie des Landratsamtes Nordsachsen teilgenommen haben. Wie die LVZ auf Nachfrage erfuhr, soll statt der von Taucha vorgeschlagenen baulichen Veränderungen eine temporäre Ampelanlage für einen geordneten Verkehrsfluss sorgen. An dieser Stelle konzentriert sich auf der ohnehin schon oft überlasteten B 87 noch ein großer Teil des Umleitungsverkehrs von der Portitzer Straße. Die ist bekanntlich wegen des dortigen Tunnelbaus der Deutschen Bahn zwei Jahre gesperrt.

„Die Verkehrsexperten befürchten bei der Umsetzung unseres Vorschlages, dass die Situation noch unübersichtlicher werden würde. Auch würde sich die Unfallgefahr für Fußgänger, die dort die B­ 87 überqueren wollen, erhöhen“, sagte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP). Mit der nun ins Auge gefassten Ampelanlage würde dann nicht nur das Fließen des Verkehrs von und zur B 87 geordnet möglich, sondern auch das sichere Überqueren der Bundesstraße. Allerdings funktioniert das nur, so lange die Schranke in der Graßdorfer Straße offen ist. Bei Schließzeiten im Berufsverkehr legt der Rückstau auch durch die Rechts- und Linksabbieger in die Graßdorfer Straße den Verkehr auf der B 87 lahm, da hilft auch keine Ampel. Ungeduldige Richtung Eilenburg werden sich weiter über Kanten und durch Schlamm rechts an den Wartenden vorbeidrängeln. Eine provisorische befestigte Hilfsspur gibt es ja nicht. Wenigstens die Fußgänger kommen dann dank Ampel sicherer über die Straße. „Wir haben Interesse daran, die Fußgänger-Ampel als dauerhafte Lösung beizubehalten. Das ist dort der direkteste Weg in die Altstadt und wird viel von Schulkindern und Senioren genutzt“, erklärte Meier. Er habe selbst schon haarsträubende Situationen beobachtet, in denen ältere Menschen zwischen dem dichten Verkehr über die Straße regelrecht rannten, um nicht überfahren zu werden.

Dass diese Stelle ein Unfallschwerpunkt ist, hat laut Meier auch die Polizei bestätigt. Allerdings nicht wegen der Fußgänger, sondern wegen hier in diesem Jahr bereits acht gezählten Auffahrunfälle. Hauptsächlich, weil der aus Taucha kommende B 87-Verkehr Richtung Eilenburg durch wartende Linksabbieger ausgebremst wurde. Ab Mitte Dezember soll hier täglich zwischen 5 und 20 Uhr die Ampel das geordnete Abbiegen regeln. Dazu werden auch Sensoren verbaut, die das Verkehrsaufkommen in allen Richtungen messen und je nach Bedarf die Länge der einzelnen Ampelphasen regulieren. Im Januar soll dieses Regeln des Verkehrsflusses ausgewertet und bei Bedarf nachjustiert werden.

Einen Nachteil habe diese Ampel-Lösung möglicherweise aber auch, geben die Experten zu bedenken. Bei hohem Verkehrsaufkommen könnte sich an dieser Stelle auf der B ­87 für den aus Eilenburg kommenden Verkehr an der Ampel gelegentlich ein Rückstau Richtung Pönitzer Dreieck bilden. „Dennoch ist es wichtig und richtig, dass es endlich eine Lösung für diesen Knotenpunkt gibt und hier etwas unternommen wird“, so Meier.

(Anm. D. Red.: In einer früheren Variante war versehentlich eine falsche Parteizugehörigkeit des Bürgermeisters Tobias Meier genannt worden, die nun korrigiert wurde. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.)

Von Olaf Barth

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