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Taucha Ampeln jetzt aufeinander abgestimmt
Region Taucha Ampeln jetzt aufeinander abgestimmt
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14:21 23.02.2018
Diese viel befahrene B 87-Ampelkreuzung in Tauchas Leipziger Straße/Ecke Sommerfelder Straße wurde jetzt mit der provisorischen Ampel an der Graßdorfer Straße abgestimmt. Quelle: Olaf Barth
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Taucha

.Wegen des Tunnelbauprojektes der Deutschen Bahn in der Portitzer Straße gilt in Taucha rund zwei Jahre ein ausgeklügeltes Umleitungssystem, das die Situation auf der ohnehin schon überlasteten Bundesstraße noch schwieriger macht. Am LVZ-Lesertelefon hatte erst unlängst Jürgen Barthel, der sich selbst als alter Tauchaer bezeichnete, den täglichen „mittleren Verkehrskollaps“ geschildert. Er machte dafür neue und schlecht geschaltete Ampeln an mehreren Hauptverkehrsstraßen verantwortlich. Zumindest an einer Stelle hat jetzt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) reagiert. So wurde vorige Woche auf der B 87 zwischen der „Nadelöhr“-Ampelkreuzung an der Leipziger-/Sommerfelder-/Graßdorfer Straße und der stadtauswärts liegenden Baustellenampel an der Einmündung Graßdorfer Straße/Bahnschranke ein neues Kabel gezogen, das nun die rund 200 Meter auseinander liegenden Ampel-Anlagen miteinander verbindet.

Laut Lasuv haben die für die Wartung und die Aufstellung der Ampeln beteiligten Firmen eine „verkehrstechnische Unterlage zur Koordinierung beider Anlagen in stadtauswärtiger Richtung“ erarbeitet. Es erfolgten noch eine Anhörung sowie die Verkehrsrechtliche Anordnung durch das Straßenverkehrsamt, dann sei die Koordinierung eingerichtet worden. „Diese Koordinierung kann aber nur in dem Fall funktionieren, wenn kein Linksabbieger wegen des geschlossenen Bahnübergangs die Bundesstraße in Richtung Eilenburg blockiert“, schränkt Lasuv-Sprecherin Nicole Wernicke ein. Als Grund für dieses Blockieren wird die Tatsache genannt, dass es keine gesonderte Aufstellspur für die Linksabbieger an der Baustellenampel gibt.

Bundesstraße wegen geschlossener Schranke blockiert

Dass allerdings hätte sich anders gestalten lassen, wenn das Lasuv und andere beteiligte Institutionen dem Vorschlag der Stadt Taucha gefolgt wären und rechts neben der jetzigen Fahrspur eine provisorische Geradeausspur in dem ohnehin schon ausgefahren Seitenstreifen nahe der Glockentiefe angelegt hätten. Doch dafür waren die bürokratischen, naturschutzrechtlichen und vielleicht auch finanziellen Hürden zu hoch. ließen Beteiligte durchblicken.

Durch die geschlossene Schranke oder zu hohes Verkehrsaufkommen reicht dieser Rückstau auf der B 87 in Stoßzeiten regelmäßig auch wieder bis weit nach Taucha zurück und blockiert dann wiederum die aus der Altstadt in der Leipziger Straße kommenden Autofahrer, die auf der B 87 Richtung Leipzig fahren wollen. Wenn ein Rechtsabbieger Richtung Eilenburg wegen des Staus nicht vorankommt, stehen auch alle, die nach Leipzig wollen, obwohl die Geradeausspur hinter der Kreuzung frei ist.

Keine Lösung für Verkehr Richtung Leipzig

„Warum kann da die derzeit gesperrte Linksabbiegespur in der Leipziger Straße nicht als Geradeausspur genutzt werden, um an den wartenden Rechtsabbiegern vorbei zu kommen?“fragte unlängst in der Stadtratssitzung ein Tauchaer. Man müsse nur ein paar Baken verrücken, um das Chaos zu mindern. Bürgermeister Tobias Meier (FDP) verwies auf ablehnende Gründe und Sicherheitsbedenken seitens Behörden und Polizei. Laut Lasuv ist die „zwischenzeitliche, baustellenbedingte Umnutzung der Linksabbiegespur aus Richtung Innenstadt für den Geradeausfahrer in Richtung Leipzig“ von örtlichen Verkehrsbehörde, Polizei und Straßenbauverwaltung geprüft worden.

„Es besteht Einvernehmen darüber, dass diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen wird, da in der Fortführung diese Spur genau auf die Linksabbiegespur aus Richtung Leipzig läuft. Demzufolge wäre eine Verschwenkung des Verkehrs im Knotenbereich notwendig beziehungsweise besteht die Gefahr, dass in den Gegenverkehr hineingefahren wird. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass dann aus beiden Spuren geradeaus in Richtung Leipzig gefahren wird, was ein erhöhtes Konfliktpotential birgt“, so Wernicke. Außerdem erledige sich dies Variante in absehbarer Zeit, wenn der Straßenbau in der Sommerfelder Straße abgeschlossen ist. „Damit werden sich dann auch wieder die Verkehrsverhältnisse aus der Innenstand kommend verbessern“, prognostiziert das Lasuv.

Von Olaf Barth

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