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Amüsanter Talk mit Peter Escher

Amüsanter Talk mit Peter Escher

Einen unterhaltsamen Abend erlebten diese Woche rund 40 Besucher im Tauchaer Café Esprit. Zur mittlerweile schon 63. Auflage der Talk-Runde "Tauchaer Blaue Stunde" hatte Gastgeber Jürgen Rüstau diesmal den bekannten MDR-Moderator Peter Escher eingeladen.

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Talk-Gast Peter Escher (Mitte)und die beiden Moderatoren Jürgen Rüstau (links) sowie Reinhard Rädler stoßen mit einem frisch gezapften Mai-Bock auf das Wohl der Besucher an.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Der 60-Jährige eroberte mit seiner freundlichen, offenen Art die Herzen der Zuhörer im Sturm und erhielt am Ende sowie oft auch zwischendurch reichlich Applaus. Die beiden Moderatoren Rüstau sowie Reinhard Rädler vom Tauchaer Internet-Magazin entlockten Escher zahlreiche heitere und ernste Episoden, als sie den Radio- und Fernsehmann über dessen Leben ausfragten.

Zu Beginn allerdings zeigte sich auch Escher betroffen von dem am selben Tag gemeldeten Flugzeugunglück und erteilte einer allzu großen Heiterkeit an dem Abend eher eine Absage. Einem Freund, der eine Woche zuvor genau jene Route geflogen war, hatte er vor der Veranstaltung noch geschrieben: "So schnell kann das Leben vorüber sein, lass es uns noch intensiver genießen."

Escher erzählte aus seiner Schulzeit und ließ an seiner Lehrerin für Nadelarbeit kein gutes Haar, "eine alte Zicke". Der Viertklässler Rolf-Peter, zehn Jahre jung, entwickelte sich zum "Rabauken" sammelte bei der Dame 64 Einträge in sechs Monaten und erhielt von ihr seine einzige Vier auf dem Zeugnis - im Betragen. "Zum Glück zogen meine Eltern um, und im zweiten Halbjahr hatte ich in dem Fach eine 24 Jahre junge Lehrerin. Die Vier verwandelte sich in eine Zwei plus, und das zeigt, vieles steht und fällt mit den Lehrern. Ein Fach macht Spaß, wenn der Lehrer gut ist."

Seine beruflichen Stationen vom Radio-Reporter in der DDR über Radio Luxemburg bis später zum MDR schilderte Escher genauso lebendig und sparte auch Erzählungen über herzergreifende Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen nach seiner Flucht 1989 in den Westen nicht aus. Und Escher gab bezüglich seiner Karriere zu: "Man braucht nicht nur Können, sondern auch Glück, und ich hatte mehrfach Glück."

Auf das Aus von "Ein Fall für Escher" beim MDR blicke er ohne Gram, das sei mit ihm abgesprochen gewesen, nach 850 Sendungen in über 18 Jahren. "Aber wir arbeiten an einem neuen Format, lassen Sie sich überraschen", machte er zum Schluss seine Fans schon mal neugierig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.03.2015
Olaf Barth

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