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Taucha Amüsantes zum Theater in Wort, Bild und Ton
Region Taucha Amüsantes zum Theater in Wort, Bild und Ton
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16:26 12.03.2012
Zwei, die sich prima ergänzen: Schauspieler Dieter Bellmann (r.) las aus Kishon-Werken, Stephan König begleitete ihn am Klavier. Quelle: HansJürgen Rüstau
Taucha

Am Sonntag fand nun die Präsentation der Aquarelle, deren Motive hauptsächlich im Theatermilieu angesiedelt waren, mit einer Finissage ihren Abschluss.

Nicht nur den würdigen Rahmen sondern auch das passende Thema zu diesem Finale, lieferte ihr Ehemann, der als Professor Dr. Gernot Simoni aus der TV-Sendung „In aller Freundschaft“ bekannte Schauspieler Dieter Bellmann, mit einer satirischen Ephraim-Kishon-Lesung aus dessen Buch „Kein Applaus für Podmanitzki“, dem mittelmäßigen Schauspieler und verkannten Genie. Es wurde ein höchst amüsanter Ausflug in die Welt des Theaters mit dem Blick eines der bekanntesten und bedeutendsten Satirikers unserer Zeit, dem als Bühnenautor das Theater mit all seinen normalen, wie skurrilen Erscheinungen vor und hinter den Kulissen aufs Beste vertraut war.

„Das Theater gehört zu den großartigsten Erfindungen, die dem menschlichen Geist jemals missglückt sind“, zitierte Bellmann den großen Kishon treffend. An der Lesefreude und nuancierten Figurengestaltung merkte man es dem Mimen an, dass er genau wusste, wovon er sprach, er hat schließlich an der Leipziger Theaterhochschule studiert und stand selbst lange Jahre auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Eine wunderbare Ergänzung des Programmes war das Klavierspiel von Stephan König. „Er interpretiert die Texte und kommentiert das Gelesene“, sagte Bellmann, der den Pianisten schon seit den 70er Jahren kennt. „Ich suchte und fand mit ihm einen erstklassigen Pianisten für meine Leseprogramme. Am 10. Oktober 1997 hatten wir in der Pfeffermühle unseren ersten gemeinsamen Auftritt“, blickte er zurück. Inzwischen haben die beiden vier Programme, mit denen sie durch die Lande touren. So gastieren sie in der Funzel, der Moritzbastei oder der Pfeffermühle, sind aber auch in Hamburg, Duisburg oder Frankfurt/Main unterwegs.

Das Publikum im Café Esprit war von der Improvisationskunst Stephan Königs begeistert. Mit einer Leichtigkeit nahm er die Zuhörer in schwindelerregendem Tempo beispielsweise mit auf eine musikalische Reise zwischen „Hummelflug“, „Schicksalssymphonie“ und „Tevjes Lied“. König selbst leitet noch das Kammerorchester Leipzig und das „LeipJAZZig-Orchester“. Die Konzerte mit diesen Klangkörpern führten ihn bis in die Ukraine und nach China.

Alle Akteure sorgten für einen rundum gelungenen Abend, an dem man in Bild, Wort und Ton einen Einblick bekam in „Das herrlichste Irrenhaus der Welt – das Theater“.

Reinhard Rädler

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