Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Anbau für sechs neue Klassenzimmer
Region Taucha Anbau für sechs neue Klassenzimmer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:43 26.02.2018
Für den künftigen Geschossbau wurde gestern noch an der Schalung gearbeitet. Wegen der Kälte ruhen nun bis auf Weiteres die Arbeiten. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Der Frost bringt jetzt die Arbeiten am Tauchaer Kirchplatz vorerst zum Erliegen. Hier entsteht gegenüber der St. Moritz-Kirche bekanntlich ein Erweiterungsbau für das Haus II des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Mitarbeiter der Lippe Bau GmbH aus Audenhain arbeiteten unlängst zwar noch an der Verschalung für die künftigen Erdgeschoss-Wände, doch kündigten sie bereits ihren Rückzug an. „Bei den angekündigten Minusgraden sind Maurer- und Betonarbeiten nicht möglich“, sagte einer der Beschäftigten.

In den Wochen zuvor wurde aber geklotzt und nicht gekleckert. Weitestgehend abgeschlossen sind nach Auskunft aus dem Landratsamt Nordsachsen die Fundament- und Betonarbeiten. Letztere wäre ohne das Frostwetter in dieser Woche abgeschlossen worden. Und bei Tagestemperaturen höher als plus fünf Grad Celsius wäre mit den Maurerarbeiten im Erdgeschoss begonnen worden, teilte die Behörde auf LVZ-Anfrage weiter mit. Am Dienstag seien auch schon spezielle Deckenträger auf die Baustelle geliefert worden.

Freistaat gibt 2,21 Millionen Euro

Die Leistungen für den Anbau seien an elf Firmen vergeben worden. Derzeit würden noch vier Ausschreibungen laufen. Circa zehn Lose für den Ausbau und die Außenanlagen würden noch ausgeschrieben. Nach Ende der Arbeiten werden am Kirchplatz für das Haus II des Gymnasiums sechs neue Klassenzimmer entstanden sein, sodass hier dann in elf Räumen circa 300 Schüler unterrichtet werden können. Hinzu kommen dazugehörige Vorbereitungsräume sowie die Erweiterung der sanitären Anlagen einschließlich eines WC für Behinderte. Zudem soll das Schulgebäude als Ganzes mittels eines Aufzuges barrierefrei gestaltet werden.

Die Bruttokosten für den Neubau belaufen sich laut Landratsamt, welches als Schulträger und auch als Bauherr fungiert, auf 2,95 Millionen Euro. Davon stammen 2,21 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen, der das Vorhaben im Rahmen seines Investitionshilfeprogrammes „Brücken in die Zukunft“ mit bis zu 75 Prozent fördert. Die Restsumme muss mit Eigenmitteln beglichen werden, in die sich die Stadt Taucha und der Landkreis je zur Hälfte reinteilen.

Auch früher standen hier Schulgebäude

Für den Neubau am Kirchplatz, der genau zwischen dem jetzigen Haus II und dem Verwaltungsgebäude der städtischen Immobilien- und Betreuungsgesellschaft mbH (IBV) platziert wird, war voriges Jahr an dieser Stelle ein Altbau abgerissen worden. Dieses Areal wurde bereits auch von den Vorfahren für die Unterrichtung von Kindern genutzt. 1529 stand hier eine Knabenschule, an deren Stelle dann 1840 die ehemalige Stadtschule errichtet wurde. Im Oktober vorigen Jahres erfolgte nun der Baustart für den Anbau am Haus II des Gymnasiums.

Von Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Insgesamt neun Millionen Euro will Taucha in diesem Jahr für Investitionen ausgeben. Was genau mit dem Geld passieren soll und wie es mit der Verschuldung der Stadt aussieht, steht detailliert im Haushaltsentwurf. Viel Geld soll auch dieses Jahr wieder in die Schullandschaft der Parthestadt fließen

23.02.2018
Taucha B 87-Staus in Taucha - Ampeln jetzt aufeinander abgestimmt

Da die Beschwerden und Kritik an der Verkehrssituation auf der B 87 in Taucha nicht abreißen, wurden jetzt zwei Ampelanlage aufeinander abgestimmt. Damit erhoffen sich die Verantwortlichen zumindest stadtauswärts einen besseren Verkehrsfluss. Doch ist die Bahnschranke in der Graßdorfer Straße geschlossen, hilft auch das nichts

23.02.2018

Waldgebiete auf dem Territorium des Landkreises Nordsachsen dürfen weiterhin nicht betreten werden. Die vom Landratsamt Nordsachsen vor gut einem Monat erlassene Allgemeinverfügung, die dieses Verbot regelt, hat weiterhin Bestand.

23.02.2018