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Taucha Andreas Tüpke zeigt in Taucha reichlich nackte Tatsachen
Region Taucha Andreas Tüpke zeigt in Taucha reichlich nackte Tatsachen
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13:41 18.04.2016
Künstler unter sich: Der Bad Dübener Maler Andreas Tüpke und Artistin Anne Kauer kommen miteinander schnell über Tüpkes Frauenbilder ins Gespräch.  Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

 Anmutig und deftig, sexy und frivol, anzüglich offen und dezent zurückhaltend – in den gemalten, teils grellbunten Frauenbildern von Andreas Tüpke lassen sich viele Facetten finden. Seit Sonnabend können sich Besucher davon in der Tauchaer Kulturscheune auf dem Rittergutsschloss im Haugwitzwinkel 1 selbst überzeugen. Denn unter dem Titel „In Flagranti“ zeigt der Förderverein Schloss Taucha in einer thematischen Ausstellung erotische Malerei des Bad Dübeners.

Wie so oft verraten auch die Abbildungen der prallen Hintern und Busen wohlproportionierter Akte mehr über die Gedanken- und Traumwelten des Künstlers als über die in seiner Werkstatt posierenden Models. „Hintern haben etwas erotisch Schönes, davon gibt es zu wenig auf der Welt. So ein schöner Frauenpo ist doch etwas Leckeres“, sagte der 54-Jährige schmunzelnd. Seine Models seien Mädels, die lustig drauf sind, wenn er sie mit dem Künstlerblick taxiert und die Farbtuben auf die Hauttöne abstimmt. „Ich male meine Träume und lebe das aus. Die Heimlichen sind doch die Schlimmsten“, beschreibt Tüpke sein unverkrampftes Verhältnis zu Erotik und nackten Frauen, die er auch gern in aufreizenden Posen malt.

Und so blieb es denn auch dem Schlossvereinsvorsitzenden Jürgen Ullrich vorbehalten, darauf hinzuweisen, dass bei erotischer Malerei die Grenzen zur Pornografie manchmal verwischen. Diese Malerei könne gleichzeitig Kunstwerk und „jugendgefährdend“ sein, wie es in der deutschen Rechtssprechung hin und wieder vorkomme. Dennoch seien alle renommierten Galerien der Welt stolz auf ihre Sammlungen erotischer Kunst. Die größte davon besitze der Vatikan. Für den Besuch der Tauchaer Ausstellung mit den knapp 70 Werken jedenfalls gibt es keine Altersbeschränkung.

Zu den Besuchern gehörte auch Tüpkes ehemaliger Kunstlehrer und Förderer Andreas Flad. „Diese thematische Gesamtschau mal zu sehen ist schon beeindruckend. Sicher kann man sich über manche Motive streiten, aber die Vielfalt der gezeigten Werke erstaunt doch“, lobte der 64-Jährige seinen einstigen Schüler. Beifall gab es an dem Tag nicht nur für Tüpke. Der Verein hatte mit AnneKa Luft, so der Künstlername der 32-jährigen Leipzigerin, eine Artistin gewonnen, die mit ihrer Kunst gleichfalls beeindruckte. An einem roten Vertikaltuch turnte sie federleicht in acht Metern Höhe unter dem Scheunendach. Dazu gibt es bei LVZ-online ein Video.

Geöffnet ist bis zum 22. Mai jeden Sonnabend und Sonntag von 14 bis 16 Uhr.

Von Olaf Barth

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