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Angespannte Lage in der Aue

Angespannte Lage in der Aue

Das Hochwasser macht auch den Leipziger Nachbarstädten Schkeuditz und Taucha zu schaffen, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Luppe, Weiße Elster und Parthe traten über das Ufer.

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Tauchas Park in der Innenstadt ist gesperrt, die Parthe über die Ufer getreten.

Quelle: Reinhard Rädler

Schkeuditz/Taucha. Doch besonders in Schkeuditz und dem dorten Auenbereich sorgten die Leipziger Nachricht von der Weißen Elster für Sorgenfalten: Notöffnung des Nahle-Auslassbauwerkes.

Mit Sirenenalarm wurden gestern 15 Uhr in Schkeuditz die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gerufen, um Sandsäcke zu füllen und zu verladen. Denn in der Schkeuditzer Auenlandschaft breiteten sich weiter die Wassermassen aus, es galt mit den Säcken die Domholzschänke zu schützen. Bereits um 14 Uhr war die überspülte B 186 im Bereich Kreuzung Kleinliebenau/Domholzschänke gesperrt worden, das Dorf blieb südlich über den Schrägweg erreichbar. Die Landestalsperrenverwaltung informierte laut Stadtverwaltung darüber, dass die in den letzten Monaten neu gebauten Deiche in Schkeuditz halten. Kurz zuvor war Schkeuditz von der Notöffnung des Nahle-Auslassbauwerkes informiert worden. Wie das Landratsamt Nordsachsen mitteilte, wurde 16 Uhr in Schkeuditz Katastrophenvoralarm für den Bereich der Weißen Elster ausgerufen. Gegen 2 Uhr erwartete man in dieser Nacht den höchste Stand der Weißen Elster. Der Schkeuditzer Katastrophenstab unter Leitung von Oberbürgermeister Jörg Enke und Stadtwehrleiter Uwe Müller hatte 12 Uhr Amtsleiter Frank Wenzel zu den Beratungen der Technischen Einsatzleitung nach Leipzig geschickt. In der analysieren Fachleute und Vertreter der Behörden und Einsatzkräfte rund um die Uhr die Situation. Durch Wenzel erfährt der Schkeuditzer Katastrophenstab frühzeitig über geplante Hochwasserschutzmaßnahmen im Unterlauf der Weißen Elster, der Luppe und der Pleiße, und kann entsprechend reagieren. Für 18 Uhr war gestern kurzfristig eine Einwohnerversammlung in der Kirche Kleinliebenau einberufen worden.

In der Nacht zu gestern war die Schkeuditzer Wehr gegen 1 Uhr zur Deichkontrolle alarmiert worden, tags zuvor musste im Fischerwinkel ein Keller ausgepumpt werden. Mit Einsätzen dieser Art hatte auch die Freiwillige Feuerwehr Taucha zu. Im Tierheim war der Keller voll gelaufen, in Dewitz lief Oberflächenwasser von den durchnässten Feldern in ein Grundstück. "Das ist alles noch im Rahmen, nichts Dramatisches", sagte gestern Wehrleiter Cliff Winkler. Da hatte er am Sonntag in Eilenburg bereits andere Szenen gesehen, als Tauchas Wehr dort zur Hilfe gerufen worden war, um beim Füllen von Sandsäcken in Mörtitz zu helfen. "Wir sind auch jetzt ständig weiter in Einsatzbereitschaft, falls bei uns etwas passiert oder wir nach Eilenburg gerufen werden", so Winkler.

In Tauchas Stadtverwaltung beobachteten die Diensthabenden ständig die Lage an der Parthe, die zwar randvoll, aber im Stadtgebiet vorerst nicht über die Ufer getreten war und bei Alarmstufe 2 verharrte. Doch am Nachmittag, als der Pegel in Thekla 1,80 Meter überschritt und nur noch 20 Zentimeter bis zur Warnstufe 3 fehlten, wurde in der Innenstadt der Parkbereich an den Schöppenteichen gesperrt. Die Parthe war nun doch bedrohlich über die Ufer getreten. Das Landeshochwasserzentrum kündigte gestern Abend bis heute einen langsam weiter steigenden Pegel bis zur Alarmstufe 3 an.

Im Gärtnerweg nahe der Kleingartenanlage Süd lässt die Stadt seit Tagen von einer Firma Wasser von einem Grundstück abpumpen. Eigentümer Michael Laubitz liegt mit der Verwaltung seit Jahren im Streit, da er sich sicher ist, dass der stetige Wasserfluss mit dem Umbau des Fuchsberggrabens zu tun hat "Wasser kann nun mal nicht bergauf fließen, der Graben funktioniert nicht und wir haben den Ärger", so Laubitz. Kamal Yacoub aus dem Tauchaer Bauamt widerspricht: "Das hat mit dem Graben nichts zu tun, der funktioniert. Auf dem Grundstück gibt es immer mit dem Wasser Probleme, deshalb lassen wir ja auch pumpen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2013

Olaf Barth

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