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Taucha Angst vor freilaufenden Hunden an Wasserbüffelfarm
Region Taucha Angst vor freilaufenden Hunden an Wasserbüffelfarm
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09:00 07.12.2011
Bis hoch zur Kiesgrube Dewitz sollen die Hunde frei herumlaufen. Ins neue Gatter dort sollen bald die Wasserbüffel vom Stadtpark umziehen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

ihren Erholungsraum in Gefahr.

Der Wachberg mit den Feldern drumherum ist ein beliebtes Gebiet zum Spazierengehen. War es auch für Michaela Liebscher. Inzwischen hat sie Angst, mit Hund nahe der Büffelfarm spazieren zu gehen. Vor einigen Wochen, erzählt sie, sei ihr Tier dort von einem der Hunde der Farm gebissen worden. Sie hat jetzt eine Unterschriftenaktion gestartet, in der sie die Behörden zum Handeln auffordert.

Von der Farm gehe eine Gefahr für Gesundheit und Leben für Mensch und Tier aus, heißt es in dem Papier. „Auch wenn das Gelände Privateigentum ist, sehen wir keinen Grund, die Umgebung für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich zu machen.“ Die Hunde liefen im größeren Umkreis der Farm ständig frei und ohne Aufsicht umher. „Jeder, der in die Nähe kommt, wird sofort massiv angegriffen. Beißereien sind keine Seltenheit“, besagt das Papier. Allein ist Liebscher nicht mit ihrer Angst: Mehr als 60 Unterschriften habe sie schon gesammelt, erzählt sie.

Einige stammen von Mitgliedern des Modellflugvereins, der hinter der Farm seinen Flugplatz hat. Der Vorsitzende Horst Voigt berichtet von Besuchern per Rad oder Auto, die an der Farm angegangen und ins Knie gezwickt wurden von den Hunden. „Einige kommen nicht mehr zu uns aus Angst vor den Tieren“, sagt er. „Gerade für Fußgänger und Radfahrer ist die Situation höchst problematisch.“ Er habe mehrfach aus guter Nachbarschaft im Gespräch mit Landwirt Holger Weichhan um Änderung gebeten, „aber offenbar tut sich nichts“, meint er.

Diplom-Ingenieur Weichhan, der früher für die Grünen im Stadtrat saß, bedauert etwaige Zwischenfälle, sieht aber auch andere Hundehalter in der Pflicht. Sie könnten nicht einfach ihre Tiere über seinen Hof oder die Weiden mit den Wasserbüffeln stromern lassen und dort für Unruhe sorgen. Seine Hunde würden dann nur ihr Revier verteidigen, gibt er zu bedenken.

An der Kiesgrube Dewitz, die er gepachtet habe, hätte sowieso kein fremdes Tier mehr etwas zu suchen. Er habe sein Gelände umzäunt, um dort künftig die Wasserbüffel unterbringen zu können, die er auf Druck der Stadt in den nächsten Tagen von der Feuchtwiese unterhalb des Stadtparkes herunterhole, kündigt er an.

Im Ordnungsamt war gestern die Unterschriftenaktion nicht bekannt. Wegen der Beißerei laufe eine Anhörung, so Albrecht Walther. Er zitiert zudem aus der Polizeiverordnung: „Tiere sind so zu halten und zu beaufsichtigen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht belästigt, gefährdet oder beschädigt werden.“

Jörg ter Vehn

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