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Applaus schon vorm ersten Ton für Schlagerderby

Applaus schon vorm ersten Ton für Schlagerderby

Wer behauptet, in Taucha gebe es keine Musik-Kultur, der irrt. Ein Grund dafür sind die Jungs der Band Schlagerderby, die vor Kurzem  ihr erstes großes Konzert im Café esprit gaben.

Taucha. Von den früheren Band „Sons in law“ (zu deutsch: Schwiegersöhne) sind einige der Musiker schon bekannt. Nach der Auflösung der Band vor einem Jahr fanden sich Lutze, Chrischi und Maik zusammen und gründeten Schlagerderby. Die Tauchaer beschlossen damals, dem guten alten Schlager eine neue und rockige Bedeutung zu geben. Denn Schlager geht immer, fanden sie.

 Chrischi, eigentlich Christian Redlich, war zuvor für die Konzerttechnik zuständig gewesen, hatte mit den Instrumenten wenig am Hut. Als Kind wollte der gelernte Koch Gitarre spielen, doch daraus wurde nichts. Jetzt trommelt der 27-Jährige am Schlagzeug. Sein Onkel Maik Redlich hingegen kennt seinen Bass schon etwas länger. Der Bauleiter hatte zuvor bereits in anderen Bands gespielt. Mit Lutzes, eigentlich Lutz Pohlers, Stimme und seinem Talent an der Gitarre war das Trio komplett.

Vor dem Auftritt wirkten die Männer nervös. Zugeben wollten die Mitglieder des Kunst- und Kulturvereins es aber nicht. Dabei hätte jeder Verständnis gehabt, immerhin war es erst ihr zweiter „richtiger“ Auftritt. „Aber das Lampenfieber geht nach dem ersten Lied vorbei“, meinte Redlich.

Jeder Stuhl im Café war besetzt. Familie, Freunde und Arbeitskollegen warteten gespannt. Der Anfang verzögerte sich ein bisschen. Ein letztes Mal gingen die drei Männer gemeinsam mit ihren zwei Gastspielern Karsten Heider und Frank Walter die Reihenfolge der Lieder durch. Dann ging es los. Der Scheinwerfer warf einen blauen Lichtstrahl auf die Bühne am Ende des Cafés. Lutze, Chrischi, Maik und Fränkie betraten ihr kleines Podest. Das Auditorium schenkte ihnen Applaus. „Wir haben noch nie Beifall bekommen, bevor es losgeht“, sagte Walter durch das Mikrofon. Alle lachten. Das Eis war gebrochen.

Udo Jürgens Zeilen „Aber bitte mit Sahne“ flogen durch den Raum. Das Publikum klatschte - anfänglich schüchtern versteckt unter dem Tisch, später mit rhythmischen Bewegungen beider Beine. Auf die Tanzfläche traute sich jedoch keiner. Aber immerhin waren die Zuhörer so begeistert, dass Tisch zwei dem Maik ein Bierchen spendierte.

Heike Haferkorn war eine der Mutigen, die sich im ausverkauften Café esprit ganz nach vorn drängte. Die 25-Jährige summte die Melodie zu den CCR-Klängen mit, lächelte den Musikern zu, applaudierte euphorisch. Für sei das die Musik, die Generationen verbindet, meinte sie. Gemeinsam mit den Liedern von Smokie, Paul Kuhn, Henry Valentino und natürlich mit Lutze, Chrischi, Maik und Frank feierte sie in den Mai.

Karoline Maria Keybe

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