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Taucha Auch Gymnasiasten legen Kränze nieder
Region Taucha Auch Gymnasiasten legen Kränze nieder
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08:00 20.11.2017
Volkstrauertag: Aucha Tauchaer Gymnasiasten legen Kränze nieder. Quelle: Reinhard Rädler
Taucha

Seit 1952 wird, zwei Sonntage vor dem ersten Advent, in Deutschland der Volkstrauertag begangen. An den öffentlichen Gebäuden sind die Fahnen auf Halbmast gesetzt, so auch am Tauchaer Rathaus. An der Gedenkstätte auf dem Tauchaer Friedhof gedachten in diesem Jahr wieder Mitglieder der Stadtratsfraktionen und der dort vertretenen Parteien, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Vertreter der Tauchaer Kirchgemeinden, Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sowie Tauchaer Bürger der Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen.

Bürgermeister Tobias Meier (FDP) erinnerte an die 55 Millionen Opfer der beiden Weltkriege, zu denen Soldaten, wie Zivilisten, politisch Verfolgte und jüdische Mitbürger zählten. Das Thema „Opfer von Gewaltherrschaft“ sei heute leider immer noch aktuell, so der Bürgermeister. „Deshalb ist dieser Volkstrauertag wichtig und notwendig, um innezuhalten und die eigene Haltung zu überdenken, denn der Frieden kommt nicht von selbst“.

Es gebe genügend Instrumentarien, Scharfmacherei oder Extremismus entgegenzutreten. Das werde in einem Zitat von Mahatma Gandhi mehr als deutlich: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

Schüler des Leistungskurses Geschichte des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sprachen Worte des Gedenkens an die Opfer und der Trauer. Mit dabei auch Adrian Beer, der in seiner Facharbeit das Thema „Flucht und Vertreibung“ gewählt hat, das an die Toten und die Geschichte des Umsiedlerlagers in Taucha in der Zeit von 1945–1947 erinnert.

Der katholische Pfarrer Wolfgang Ruhnau stellte in seiner Rede die Würde des Menschen in den Vordergrund. Es gebe immer noch viele, die wegen ihrer Hautfarbe, Kultur oder Zugehörigkeit zu einer Religion, Opfer von Willkür und Gewalt geworden sind, sagte er.

Die Gedenkveranstaltung und die Kranzniederlegung wurden vom Posaunenchor St. Moritz mit Werken von Beethoven, Mendelssohn und Bruckner angemessen umrahmt. Nach einer Minute in stiller Andacht stimmten viele der Anwesenden, gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Gottfried Edelmann, in das Vaterunser ein.

Von Reinhard Rädler

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