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Audi bildet jetzt in Taucha Service-Mitarbeiter aus

Audi bildet jetzt in Taucha Service-Mitarbeiter aus

Seit gut fünf Monaten schult der Autohersteller Audi in Taucha Personal und zieht jetzt eine erste positive Bilanz und lud dazu die LVZ in das nagelneue Ausbildungszentrum ein.

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Für das technische Training liegen im Tauchaer Audi-Ausbildungszentum verschiedene Baugruppen zu bestimmten Themen auf den Tischen bereit. Dort können sich die Teilnehmer wie hier am Radio Media Center mit dem verbauten Innenleben der Fahrzeuge vertraut machen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. "Teilweise sind bis zu 120 Leute zum Training hier, das ist ein sehr produktiver Standort", lobt Ralf Schmidt. Er ist bei der Audi AG in Ingolstadt Abteilungsleiter für Service-Qualität und koordiniert die Trainingsstandorte in Deutschland. Bereits am 1. August war in der Parthestadt der volle Trainingsbetrieb gestartet. Zur Stammbelegschaft in Taucha gehören vier Trainer, zwei Schulungssachbearbeiterinnen und ein Trainingsassistent. Hinzu kommen temporär eingesetzte "Reisetrainer", die an unterschiedlichen Centren ausbilden.

"In den Umbau der Tauchaer Immobilie wurden 850 000 Euro investiert, in die Ausstattung noch einmal 340 000 Euro. Allerdings sind ständig weitere Investitionen nötig, um die Trainingsräume auf dem aktuellen Stand zu halten, damit wir an den jeweils neuesten Audi-Modellen mit den entsprechenden Geräten ausbilden können", sagte Günther Decker von der bundesweit agierenden Bonner steep GmbH , die für Audi diese Trainingscentren einrichtet. Für Taucha als Wunsch-Standort habe die "Super-Anbindung" an das Leipziger Verkehrsnetz mit Autobahn, Flughafen, ICE und S-Bahn gesprochen. "Als wir bei der Suche rund um Leipzig diese Immobilie sahen, haben wir gleich gesagt: ,Das ist es'", blickte Schmidt zurück.

Zum Tauchaer Center gehören fünf Technik-Trainingsräume sowie einer für nichttechnische Schulungen. Teilnehmer laufen hier über einen säure- und ölbeständigen, blitzblank glänzenden Fußboden. Vom Sportwagen bis zur Oberklasse-Limousine stehen in jedem Raum bis zu drei topaktuelle Audi-Modelle mit offenen Motorhauben und Kofferraumklappen. Einzelne Bauelemente liegen auf Tischen bereit und werden von den Trainern erklärt. Hebebühnen, Absaugvorrichtungen, Analysetechnik gehören ebenso zur Ausstattung wie Beamer, interaktive Tafeln und Arbeitsplätze zum Schreiben - eine Mischung aus Werkstatt und Klassenzimmer. Auch Schulungen zu alternativen Antriebstechnologien sind hier möglich. Bis zu 5000 Mitarbeiter von Audi-Verkaufs- und Servicepartnern sollen jährlich in Taucha weitergebildet werden. Schmidt geht von rund 100 technischen Trainings im Jahr mit einer Dauer von durchschnittlich zwei Tagen am Tauchaer Standort aus. Die Teilnehmer kommen aus der Umgebung wie Grimma oder Döbeln, aber auch aus Kiel, Brandenburg oder vom Bodensee. Dass von dieser Audi-Ansiedlung örtliche Handwerker sowie Pensionen und Hotels in der Umgebung profitieren, davon ist auch Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) überzeugt: "Diese Schulungszentren haben einen hohen Durchsatz mit Teilnehmern aus allen Himmelsrichtungen. Das ist auch ein Stück Stadtmarketing. Außerdem ist so eine hoch innovative Einrichtung eine Art Aushängeschild. Das zeigt auch anderen, dass Taucha ein guter Standort für Ansiedlungen ist."

Dass das hochmoderne Service Training Center im Gewerbegebiet An der Autobahn nahe der Leipziger Stadtgrenze unter Leipzig firmiert, hat für Schmidt ganz praktische Gründe: "Wir wissen natürlich, dass das hier noch Taucha ist, aber allein für die aus ganz Deutschland kommenden Schulungsteilnehmer ist Leipzig einfach ein Begriff und eine bessere Orientierungsmöglichkeit", sagte der 46-Jährige. Neben Ingolstadt, Neckarsulm, Neuss, Wedemark bei Hannover und Zwickau ist Leipzig-Taucha jetzt das sechste Audi-Serviczentrum in Deutschland und ein ganz besonderes dazu. "Erstmals befinden sich die Räume für das nichttechnische und das technische Training in einem gemeinsamen Gebäude. Für dieses neue Konzept ist Leipzig so eine Art Pilotprojekt, und das kommt sehr gut an", so Schmidt. "Nichttechnisch" heißt, dass die Mitarbeiter von Audi-Partnern und deren Autohäusern gezeigt bekommen und üben, wie sie am besten auf die Kunden eingehen und sie beraten können. Im großen Schulungsraum mit flexibler Möblierung und moderner Präsentationstechnik steht ebenfalls ein nagelneuer Audi. "Alles wird immer an den neuen, aktuellen Modellen erklärt. Die Audi-Partner müssen ja Bescheid wissen, dann ist es auch einfacher, gegenüber Premium- oder kritischen Kunden zu argumentieren und sie von der Audi-Qualität zu überzeugen", erklärte Schmidt.

Bereits von 2003 bis 2011 hatte es am Rande Leipzigs ein Audi-Trainings-Center gegeben. Es befand sich im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig. "Dort betreiben wir noch ein Zentrallager für die technischen Trainings in ganz Deutschland. Verwaltet wird es von Taucha aus", erklärte Schmidt. Decker ergänzt: "Das Schulungszentrum in Dölzig gibt es aber weiter, jetzt trainiert dort Personal von Seat und Kia. 2016 kommt ein weiterer Hersteller hinzu."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.12.2014
Olaf Barth

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