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Taucha Auf Tauchas Schlossareal wird musiziert
Region Taucha Auf Tauchas Schlossareal wird musiziert
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18:11 30.05.2016
Das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Sebastian Kewitz spannte bei seinem Konzert auf dem Schlosshof einen weiten musikalischen Bogen. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
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Taucha

„In Taucha spielt die Musik“ hieß es am Samstagnachmittag in der Parthestadt. Während es am Aussichtsturm ein Parksingen mit dem Volks- und dem Männerchor Taucha gab, zeigten auf dem Schlossareal junge Musikanten der Musikschule „Heinrich Schütz“ des Landkreises Nordsachsen ihr Können.

„Es soll ein Tag der Musik und der Begegnungen werden“, wünschte sich der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Taucha, Jürgen Ullrich, bei der Begrüßung der Gäste, zu denen auch der ehemalige Landrat Michael Czupalla gehörte. Czupalla, der auch Ehrenmitglied des Schlossvereins ist, hatte seinerzeit die Idee für ein Musikfestival, das es in dieser großen Form so noch nicht gegeben hatte.

Etwa 100 Musikanten und Tänzer gestalteten mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm den Nachmittag. Den Auftakt gab es mit dem Bläserquintett Torgau. Auf der Bühne in der Kulturscheune formierte sich inzwischen der Nachwuchs der musikalischen Früherziehung aus den Tauchaer Kitas Sankt Moritz, Tausendfüßler und Sonnenkäfer. Einmal in der Woche fahren die Musikerzieherinnen Sylvia Harbich und Kerstin Hebecker mit ihrem „Musimo“ genannten und besungenen Musik-Mobil in diese Einrichtungen, singen und tanzen mit den Kindern, geben erste Einblicke in das Instrumentenspiel und führen so die Vier- bis Sechsjährigen spielerisch an die Musik heran.

Rund 2400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene absolvieren an einer der zehn Geschäfts- und Außenstellen im Landkreis eine musikalische Ausbildung. Etwa 400 davon werden von 25 Lehrern in Taucha unterrichtet. Neben den drei genannten Kitas gehören auch das Gymnasium und die Grundschule Am Park zu den Ausbildungsstätten. Allein das Ensemble „Conquista“ der Tauchaer Außenstelle unter der Leitung von Kristina Russ hat schon bei vielen Veranstaltungen das Rahmenprogramm gestaltet und gehörte natürlich auch am Samstag zu den Klangkörpern beim Musikfestival. Das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Sebastian Kewitz spannte bei seinem Konzert einen weiten musikalischen Bogen von Oper- und Filmmusik bis hin zu Popularmelodien. Elvira Dreßen, die Leiterin der Musikschule „Heinrich Schütz“, zeigte sich beeindruckt, wie das Zusammenspiel der ansonsten in den Außenstellen getrennt musizierenden Mitglieder im Orchester harmoniert.

Neben dem musikalischen Genuss der Darbietungen konnten die Besucher auch Instrumentenbauern aus Leipzig über die Schulter schauen. Das Holzblasatelier Döhnert, Geigenbaumeister Franz, Instrumentenbaumeister Vogt und Gitarrenbaumeister Voigt stellten ihr Handwerk vor und beantworteten Fragen.

„Taucha ist eine kulturvolle, musikalische Stadt und die Kreismusikschule bereichert das kulturelle Angebot ungemein“, stellte Bürgermeister Tobias Meier (FDP) in seinem Grußwort fest. Mit dem geplanten Ausbau des Gymnasiums (die LVZ berichtete) würden sich durchaus auch die räumlichen Möglichkeiten für die musikalische Ausbildung weiter verbessern. „Und wenn wir 2020 den 850. Jahrestag unserer Stadtgründung feiern werden, könnten wir uns eine musikalische Unterstützung durch die Kreismusikschule sehr gut vorstellen“, wünschte sich Tauchas Stadtoberhaupt schon mal vorab.

Von Reinhard Rädler

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