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Taucha Auf Tauchas altem KIM-Areal entsteht Eigenheimsiedlung
Region Taucha Auf Tauchas altem KIM-Areal entsteht Eigenheimsiedlung
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09:31 06.01.2017
Geschäftsführer Achim Teichmann stellt die Pläne für die Entwicklung des ehemaligen KIM-Geländes und der benachbarten Flächen vor. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Für das Betriebsgelände des ehemaligen Kombinates Indus­trielle Mast (KIM) und benachbarte Flächen werden jetzt Bebauungspläne erarbeitet. Zu DDR-Zeiten war das Kombinat für die Eierproduktion zuständig. Das an der Eilenburger Straße 86 liegende und bis an die KIM-Wohnsiedlung reichende Gelände hatte der KIM-Nachfolger Sachsen Ei GmbH an eine Investoren-Gruppe verkauft. Die ebenfalls für eine Bebauung mit Eigenheimen vorgesehenen Flächen links und rechts daneben sind in der Hand städtischer Gesellschaften. Deren Geschäftsführer Achim Teichmann informierte jetzt über das Vorhaben „Stadtentwicklung Taucha-Ost 2017 bis 2020“.

Obwohl die formal drei Eigentümer in ihren jeweils mit einem eigenen Bebauungsplan überzogenen Abschnitten autark handeln können, soll aus städteplanerischer Sicht das ganze Gebiet jedoch als Einheit gesehen werden und auch so funktionieren. „Das zu bewerkstelligen ist jetzt Aufgabe der Planerin. Auf den jahrelang brach liegenden Flächen sollen ganz aufeinander abgestimmte Verfahren stattfinden“, beschreibt Teichmann das Vorgehen. Der Bereich des Bebauungsplanes I heißt „An der Mühle“ und befindet sich auf dem Gebiet der einstigen Kreyßschen Sandgrube. Eigentümer des 2,8 Hektar großen Areals sind die städtischen Gesellschaften IBV und VMG.

Gleich daneben an der östlichen Seite grenzt der 4,2 Hektar große Bereich des Bebauungsplanes II „KIM-Gelände“. Hier ist die erwähnte Investorengruppe mit zwei Tauchaer und einem Hamburger Unternehmen der Eigentümer. Im südlichen Teil schließt sich an der Ostgrenze ein weiteres Baufeld an. Dieses 1,4 Hektar große Areal befindet sich seit Kurzem in der Hand der städtischen Gesellschaft GBV und endet im Süden an den Wyn-Passagen. Teichmann, der als Geschäftsführer aller städtischen Gesellschaften fungiert, will bei diesem Gelände an bereits bestehendes, aber nicht mehr aktuelles Baurecht anknüpfen. Der nun zu erarbeitende B-Plan III ist mit „Am Blütengrund“ überschrieben und verlängert quasi eine bestehende Siedlung.

Dass das ganze Gebiet mit den drei B-Plänen am Ende harmoniert, liegt nicht zuletzt an Teichmann selbst. Denn seine IBV tritt bei dem Gelände der Investorengruppe ebenfalls als Koordinator der Planungsgemeinschaft auf. Damit liegt eine sinnvolle, abgestimmte städtebauliche Entwicklung für das insgesamt 8,4 Hektar große Areal maßgeblich in den Händen des 63-Jährigen. Wie viele Baugrundstücke beziehungsweise Eigenheime es am Ende werden, soll die konkrete Planung ergeben. Fest steht aber schon jetzt, dass an den Bau einer Straße gedacht wird, die in Zukunft die Eilenburger mit der Dewitzer Straße verbinden und in noch fernerer Zukunft weiterführend bis zur Wurzner Straße verlängert werden könnte. Die dafür nötigen Grundstücke befinden sich laut Teichmann bereits in städtischer Hand. Diese Trasse könnte dann sogar die Funktion der aus Pönitz kommenden Kreisstraße erfüllen und damit die wenig leistungsfähige Straße Am Dingstuhl entlasten.

Doch das ist Zukunftsmusik. Viel näher und realer sind die Veränderungen für die Mieter in den Hallen auf dem ehemaligen KIM-Gelände. Denn außer dem Verwaltungsgebäude und dem alten Speisesaal im Eingangsbereich sollen alle Gebäude abgerissen und Flächen erst einmal vom Beton befreit und entsiegelt werden. Auf dem Gelände sind laut Teichmann noch etwa 70 Mieter, darunter zahlreiche Garagennutzer. Aber auch eine Auto-Werkstatt, eine Dachdecker- und eine Maler-Firma gehören dazu.

„Wir hatten im Sommer 2015 alle über die Pläne informiert. Es wird keiner gleich rausgedrängelt, aber jeder weiß, dass es hier zu Ende geht und etwas Neues entsteht“, erklärte Teichmann. Jeder habe genügend Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Bei der Grundstückssuche würden die städtischen Gesellschaften auch helfen und zum Beispiel in der Freiligrathstraße etwas anbieten. „Aber so günstig wie auf dem KIM-Gelände wird es wohl nicht mehr werden“, kündigt Teichmann an.

Von Olaf Barth

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