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Taucha Auf dem Weg ins "reine Land" - Eine Woche lang beten Vietnamesen in Taucha zu Buddha Amitabha
Region Taucha Auf dem Weg ins "reine Land" - Eine Woche lang beten Vietnamesen in Taucha zu Buddha Amitabha
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16:25 19.05.2015
Rund 200 Buddhisten begannen gestern ihren internationalen Kongress. Quelle: Olaf Barth

Zu den rund 200 Gästen gehören Buddhisten aus verschiedenen europäischen Ländern sowie aus den USA, Kanada, Vietnam und Australien. Auch deutsche Vietnamesen und einige gebürtige Deutsche, die diesen Glauben praktizieren, nahmen an der feierlichen Eröffnungszeremonie teil. Vom fünften Kontinent kam Lehrmeister Dieu Am, der diesen speziellen Zweig des Buddhismus begründet hatte und einen Vortrag hielt.

"Unser Buddhismus ist ein besonderer Zweig. Es gibt ja 84 000 verschiedene Wege, erleuchtet zu werden. Wir beten zu Buddha Amitabha, der eine Welt ohne Leid, Hunger und Armut anstrebt, einen Ort, an dem man rein und glücklich ist. Es ist die Lehre vom reinen Land, in das der Buddha dann die Seelen der Verstorbenen holt", erläuterte Si Tu Pham den Inhalt dieser Lehre. Der gebürtige Vietnamese ist in Leipzig aufgewachsen, hat hier studiert und arbeitet als Manager in der IT-Branche. Auch er trägt wie alle anderen Buddhisten weiße Socken und den braunen Haitan, einen kuttenartigen Mantel mit weit ausgelegten Ärmeln. "Die Uniformität betont die Gleichheit der Teilnehmer, die zurückhaltende Farbe unterstreicht, dass es nicht auf Äußerlichkeiten, sondern auf das Lernen und die innere Erleuchtung ankommt", sagte der 29-Jährige, der als Kongress-Organisator für einen reibungslosen Ablauf sorgen soll.

Zu den vier Beobachtern auf der Tribüne gehörte das Schkeuditzer Ehepaar Margit Bittner-Liederwald (71) und Helmut Bittner (72). Sie begleiten ihren Sohn Thomas (49), der schon zu DDR-Zeiten eine Vietnamesin geheiratet hatte und durch die Freundschaft zum Tauchaer Quang Vinh Dao zum Buddhismus fand. Dao, der die Lehre des Australiers als erster Europäer aufgriff und verbreitete, ist auch Gastgeber des Kongresses. Durch ihn wurde Taucha zum nun weltweiten Zentrum dieses Buddhismus-Zweiges. Die Schkeuditzerin sieht den Glauben ihres Sohnes gelassen: "Sicher ist das eine ganz andere Welt, aber ich finde das in Ordnung. Ich selbst war früher evangelisch, bin jetzt nicht mehr konfessionell gebunden. Aber in die Kirche und zu Gottesdiensten gehe ich trotzdem hin und wieder."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2013

Olaf Barth

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