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Taucha Aufatmen in Plösitz
Region Taucha Aufatmen in Plösitz
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10:00 24.12.2011
Die Linienbusse verkehren wieder in Plösitz. Seit gestern wird auch die Haltestelle Hedwigstraße wieder regelmäßig angefahren. Quelle: Alexander Bley
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Plösitz

Damit kann die dicke KWL-Baustellenakte namens Plösitz vorerst geschlossen werden.

Alles begann am 25. Mai. Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL)starteten das Plösitzer Mammutprojekt unter dem kryptischen Titel: abwasserseitige Erschließung. Bis Ende Oktober sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, dass 66 Grundstücke in der Engelsdorfer Straße 2013 ans zentrale Abwassernetz angebunden werden können. Dafür mussten Rohre, im Durchmesser zwischen 40 und 80 Zentimeter, auf einer Streckenlänge von 925 Metern verlegt werden.

Zwei Monate später, parallel zu dem Bauabschnitt in der Engelsdorfer Straße, wurde mit den Kanal-Bauarbeiten in der Wurzner Straße, dem Plösitzer Weg, als auch in der Bergstraße begonnen. Zu dem knappen Kilometer gesellten sich nochmals 591 Meter zu bearbeitender Boden. In diesen Bereichen wurden 35 Häuser an das Netz angeschlossen. Mit Beendigung der Maßnahme wären in Taucha alle Haushalte im KWL-Netz eingebunden. 2013 soll das Vorhaben in die Realität umgesetzt worden sein. Das kostspielige Projekt, das laut KWL-Sprecherin Katja Gläß rund eine Million Euro verschlungen haben soll, bereitete den Bauarbeiten vor Ort Kopfzerbrechen, auf Anwohnerseite sorgte es für bedrohliches Haareraufen.

So mussten die Plösitzer bei der Ein-und Ausfahrt mit Schotter-Behelfsstraßen klar kommen. Busnutzer in Kauf nehmen, dass die ungelenkigen Vehikel umgeleitet wurden.

Ihr blaues Wunder erlebten die Bauarbeiter, als sie auf eine alte Wasserleitung stießen, die nicht kartiert war und umgelegt werden musste, bevor überhaupt mit dem Verlegen der neuen Schmutzwasserleitungen begonnen werden konnte. Dem nicht genug, in der Wurzner Straße erschwerten geophysische Phänomene den Fortschritt der Verlegearbeiten. Im Endmoränengebiet gelegen, rutschte beim Öffnen des Grabens Ende Juli immer wieder Sand nach. „Es ist problematisch“, sagte damals Polier Gero Teucher. Mitverantwortlich dafür war das Schichtenwasser. So wurde das Projekt bis zur Lösungsfindung auf Eis gelegt. Außerdem stellten Unbekannte des Öfteren die Pumpen ab, die Grund- und Schichtenwasser aus den 4,60 Meter tiefen Schächten weghalten sollten.

Zweimal wurde die Frist bis zur Fertigstellung verlängert. Erst kurz vor Weihnachten konnten alle Seiten aufatmen, waren die Kanäle in den Boden gebracht und die Straßendecke geschlossen, sodass vorgestern die betroffenen Straßen wieder für den Verkehr freigegeben werden konnten. Gestern rollte dann auch wieder der Bus an den drei Plösitzer Haltestellen vorbei.

Die KWL-Maßnahme hat, auch wenn sich der Zeitraum der Umsetzung streckte, einen ernsthaften Hintergrund. Bisher leiten die Anwohner ihr vorgereinigtes Abwasser in die Parthe und den Idagraben ab. Ab 2013 soll es über das neue System in die Tauchaer Kläranlage geleitet werden, wo es umweltgerecht gereinigt werden kann. Deshalb geht es im kommenden Jahr weiter: „Trennbauwerke einschließlich Schmutzwasserpumpwerke“ heißt dann das Projekt.

Alexander Bley

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