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Taucha Aus für innerstädtisches Wäldchen an der B 87
Region Taucha Aus für innerstädtisches Wäldchen an der B 87
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08:00 28.01.2012
An der B 87 wird der Weg freigemacht für eine neue, mögliche Bebauung. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Damit wäre der Weg frei für eine seit den Neunzigerjahren geplante Bebauung.

Vor zwei Jahren bereits hatte der private Waldbesitzer für Unmut bei den Nachbarn gesorgt, als er rund 60 Festmeter Holz auf der Fläche einschlagen ließ und als Industrieholz verkaufte. Die damals noch zuständigen Bezirksförster stimmten dem Vorhaben zu. Solange nicht mehr 60 Prozent des Bestandes entnommen würden, sei alles in Ordnung, hieß es damals.

Diese Woche wurde erneut gefällt, zu den Mengen liegen jedoch keine Angaben vor. Die tiefen Spuren im gut 1,3 Hektar großen Gelände zeugen jedoch vom Einsatz schwerer Maschinen. Wie viele Bäume auf dem Areal noch stehen bleiben werden am Ende der Aktion, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. Die westdeutschen Eigentümer der Fläche waren nicht erreichbar.

Damit bleibt auch zunächst unklar, was sie mit der Fläche vorhaben. Denn nach LVZ-Informationen hatten sie beantragt, den Waldstatus aufzuheben. Ein entsprechendes Umwandlungsverfahren soll beim Kreis gelaufen sein – über das Kreissprecher Rayk Bergner gestern allerdings nichts in Erfahrung bringen konnte. Aber schließlich feierten die Behörden auch Freitag.

Das Verfahren beim Kreis soll laut LVZ-Informationen beendet, ein entsprechender Bescheid ergangen sein, wonach der Besitzer Ersatz für die gefällten Bäume pflanzen muss. Diese sollen im Südraum Leipzig wachsen, die Region bei Regis-Breitingen ist offenbar dafür im Gespräch. Die Stadt Taucha machte zu dem Verfahren keine Angaben. „Wir sind nicht eingebunden gewesen“, so Bürgermeister Holger Schirmbeck.

Den Segen der Stadt hatte in den Neunzigerjahren allerdings bereits ein so genannter Vorhaben- und Erschließungsplan von privaten Investoren erhalten, die auf der bewaldeten Fläche zwischen Leipziger- und Ernst-Moritz-Arndt-Straße eine größere Bebauung planten. Von einem kombinierten Hotel-Appartement-Büro-Komplex war damals die Rede. Dieser Plan soll nach wie vor rechtskräftig sein. Abgelaufen sein müssten jedoch die Baugenehmigungen, die neu beantragt und geprüft werden müssten.

Jörg ter Vehn

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Zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus erinnerte am Freitag Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) auch an Gräueltaten der Nazis in Taucha: an die rund 5000 Zwangsarbeiter in der Kriegsindustrie, an die Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald in der Stadt, an das Muter-Kind-Lager und an die 20 sowjetischen und polnischen Kinder, die in Kriegsgefangenschaft geboren wurden und starben.

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