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Aus nach 24 Jahren: Bratwurst-Mann Achim Gaudes blickt zurück

Eine Institution in Taucha Aus nach 24 Jahren: Bratwurst-Mann Achim Gaudes blickt zurück

Fast ein Vierteljahrhundert war Achim Gaudes mit seinem Bratwurst-Stand in Tauchas Innenstadt eine Institution. Schüler, Angestellte, Arbeiter – wer immer in der Mittagspause für den kleinen Hunger eine schnelle Verpflegung suchte, strebte in die Leipziger Straße zum ehemaligen Fleiwa-Gelände.

Achim Gaudes gehörte mit seinem Bratwurst-Stand fast 25 Jahre zum Tauchaer Stadtbild und wird von vielen vermisst.
 

Quelle: Olaf Barth

Taucha.  Fast ein Vierteljahrhundert war Achim Gaudes mit seinem Bratwurst-Stand in Tauchas Innenstadt eine Institution. Schüler, Angestellte, Arbeiter – wer immer in der Mittagspause für den kleinen Hunger eine schnelle Verpflegung suchte, strebte in die Leipziger Straße zum ehemaligen Fleiwa-Gelände. Und nicht selten erhielten die Kunden neben Bratwurst, Krakauer oder Steaks dort auch den neuesten Klatsch und Tratsch mitgeliefert. Vorigen Sommer war plötzlich Schluss damit und der Senior wie vom Erdboden verschluckt, für Nachfragen nicht erreichbar.

Jetzt gab der 78-Jährige doch noch bereitwillig Auskunft über seinen unerwarteten Rückzug. „Na ja, ganz freiwillig war mein Abschied nicht, denn mir war die Standmiete um einiges erhöht worden. Aber ich hätte sowieso aufhören müssen, denn ich hatte nur noch rund 20 Euro am Tag eingenommen“, sagte der Senior. Auch aus gesundheitlichen Gründen sei ihm die Betreuung des Standes immer schwerer gefallen, die Beine machten nicht mehr so mit, wie sie sollten. Deshalb haber er im Vergleich zu früher auch nur noch halbe Tage öffnen können. „Aber ich habe immer von Montag bis Freitag dort gestanden, nie gefehlt. Die 25 Jahre wollte ich unbedingt noch voll machen, das hat nun nicht mehr geklappt. Natürlich fehlt mir jetzt etwas, das war doch eine schöne Arbeit mitten in der Stadt“, blickte der gelernte Fleischer etwas wehmütig auf 24 Jahre Bratwurst-Verkauf zurück. Bis zum heutigen Tag würden ihn immer wieder Leute ansprechen und sich erkundigen, weshalb es seinen Bratwurststand nicht mehr gibt: „Ich kannte ja mit der Zeit fast alle persönlich, die zu mir kamen. Es ist zwar traurig, diese Kontakte nicht mehr zu haben, aber auch ein schönes Gefühl, wenn man vermisst wird.“

Von Olaf Barth

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