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Ausbau des Tauchaer Gärtnerweges kostet mehr als geplant

Stadt gibt zusätzliche 90 000 Euro aus Ausbau des Tauchaer Gärtnerweges kostet mehr als geplant

Für das Bauvorhaben am Tauchaer Gärtnerweg muss der Stadtrat Geld zuschießen. In dem Gebiet wurde ein neues Wohnviertel errichtet und einiges unternommen, um die dort bei Anliegern häufig auftretenden Überflutungen künftig zu verhindern. Das Ganze wurde allerdings teurer als geplant.

So sah es noch vor ein paar Monaten im inzwischen fertiggestellten Gärtnerweg aus. Die Kosten für diese und andere Arbeiten sind nun höher als geplant.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Am Tauchaer Gärtnerweg nahe des Gewerbegebietes „An der Autobahn“ ist nicht nur ein neues Wohngebiet entstanden (die LVZ berichtete). Vielmehr wurde dort im Zuge der Erschließungsmaßnahmen versucht, auch für die bisherigen Anlieger ein altes Problem zu lösen: die Überflutung von Grundstücken bei Starkregen. Dazu wurde aufwendig eine wirksame Entwässerung der Flächen angelegt. Allerdings wurde das teurer als geplant.

So lag nun in der jüngsten Stadtratssitzung von der Verwaltung ein Beschlussvorschlag auf dem Tisch, wonach für die „Investitionsmaßnahme Oberflächenentwässerung Gärtnerweg“ um Zustimmung für eine überplanmäßige Aufwendung in Höhe von 90 000 Euro gebeten wird. Als Begründung dafür wurden verschiedene „technische Problemstellungen“ angegeben, die sich finanziell ausgewirkt hätten. Der grundhafte Ausbau des Gärtnerweges, besonders hinsichtlich der verbesserten Ableitung des Oberflächenwassers, der Straßenbeleuchtung sowie der Organisation des ruhenden Verkehrs, erfolgte im Zusammenhang mit der Erschließung des neuen Wohnbaugebietes. Wie es in der Vorlage weiter heißt, waren die Arbeiten auf Grundlage eines Erschließungsvertrages zwischen der Stadt Taucha und dem Erschließungsträger, der städtischen Grundbesitz- und Verwertungsgesellschaft Taucha mbH (GBV), im Komplex ausgeschrieben und schließlich von der Firma Süß Bau GmbH realisiert worden. Das Ingenieurbüro Hirsch hatte die Maßnahme vorbereitet und deren Durchführung kontrolliert.

Im Oktober war den Mitgliedern des Finanz- und Verwaltungsausschusses mitgeteilt worden, dass für die Lösung der technischen Probleme und zur Finanzierung weiterer Ausgaben für begründete Nachträge das Gesamtvorhaben teurer als geplant wird. Zunächst war der ursprünglich angesetzte Kostenrahmen von rund 430 000 Euro um sechs Prozent überschritten worden, so dass rund 455 000 Euro zu Buche standen. Weitere 84 400 Euro kamen aufgrund der „begründeten Nachträge“ zusammen. Diese Summe zu Lasten der Stadt wurde laut Beschlussvorlage „im Ergebnis intensiver Abstimmungen mit dem Erschließungsträger“ auf rund 62 000 Euro reduziert. Die in einer Liste aufgeführten „wesentlichen Abweichungsgründe“ wiesen unter anderem allein für eine provisorische Straßenbeleuchtung 16 500 Euro sowie 11 000 Euro für Mehraufwendungen aufgrund eines Baustopps in der Otto-Schmidt-Straße aus. Hinzu kamen beispielsweise auch zusätzliche Leistungen im Kanalbau und eine neue Zufahrt für den Gartenverein.

Zur Begleichung der jetzt fällig werdenden Schlussrechnung ergebe sich aus all dem die Notwendigkeit für eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 90 000 Euro. Gedeckt werden soll dieses Defizit zum Teil aus einem Kita-Produktsachkonto, bei dem avisierte Mehrauszahlungen nicht vollständig benötigt wurde, sowie aus nicht verbrauchten liquiden Mitteln. Die Stadträte gaben dafür einstimmig grünes Licht.

Von Olaf Barth

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