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"Ausbauchung des Giebels deutet auf zeitnahesVersagen der Konstruktion"

"Ausbauchung des Giebels deutet auf zeitnahesVersagen der Konstruktion"

Es sieht nicht besonders schön aus, aber es dient der Sicherheit: In Tauchas Altstadt wurde in der Leipziger Straße 12 der östliche Giebel mit einem langen Eisenträger "geschmückt".

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Mit dieser Konstruktion wird der einsturzgefährdete Giebel gesichert.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Von dort aus ist zudem ein Stahlseil zu einer Fensterbank im ersten Stockwerk des einsturzgefährdeten Hauses (die LVZ berichtete) gezogen worden. "Das ist eine einseitige temporäre Giebelsicherung. Sie kommt zum Einsatz, wenn Horizontalkräfte aufgenommen werden müssen. Der Giebel hatte sich stark verformt und war gerissen. Die Ausbauchung deutet auf ein zeitnahes Versagen der Konstruktion", erklärte Holger Trauzettel. Er ist der Leiter des zuständigen Bauordnungs- und Planungsamtes im Landkreis Nordsachsen.

Am Donnerstag voriger Woche waren einem Mitarbeiter des benachbarten Autohofes Geräusche am Giebel und Risse aufgefallen. Er informierte die Behörden. Vertreter der Stadtverwaltung und des Landratsamtes stellten Einsturzgefahr fest und evakuierten zeitweise die dort lebenden zwei Bewohnerinnen. Gemeinsam mit einem Statiker wurden Sicherungsmaßnamen festgelegt, die dann vergangenes Wochenende ausgeführt wurden. Die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Nordsachsen habe dazu "mit Hilfe von Mitteln des Verwaltungszwanges die Ersatzvornahme gegenüber dem Eigentümer angeordnet". Auf die Frage, ob die jetzt vorgenommene Sicherung tatsächlich eine Gefährdung von Fußgängern und Kraftfahrern ausschließe, antwortete der Amtsleiter: "Ja, bis auf Weiteres."

Die jetzt angebrachte Konstruktion soll als Zwischenlösung mittelfristig die Standsicherheit des Gebäudes gewährleisten. Für die entstandenen Kosten muss der Eigentümer aufkommen, informierte Trauzettel. Wie lange diese Art Sicherung bestehen bleibt, sei von den weiteren Plänen des Eigentümers in Abstimmung mit dem Prüfingenieur abhängig. "Weitere Sicherungsmaßnahmen sind nicht ausgeschlossen. Dazu sind noch Gespräche zu führen", teilte der Amtsleiter gestern mit. Letztlich müsse der Eigentümer eine Entscheidung treffen, wie es mit dem Haus weitergehen soll. Trauzettel: "Die eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen gewähren den Zeitaufschub, diese Entscheidung reifen zu lassen." Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2015
Olaf Barth

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