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Taucha Ausschuss begutachtet Ratskeller-Vorhaben
Region Taucha Ausschuss begutachtet Ratskeller-Vorhaben
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15:11 19.05.2015
Karin Kirchner (rechts) erläutert dem Verwaltungsausschuss die Sanierungsarbeiten. Zufrieden: Die Wirte Yuliya Helbig und Ignazio Corica (Mitte). Quelle: Reinhard Rädler

Seit Anfang Oktober geben sich hier die Handwerker die Klinke in die Hand und auch die neuen Wirtsleute sind fast täglich im Ratskeller und legen gemeinsam mit der Familie und Freunden selbst Hand bei der Innenraumgestaltung an.

Am Montagabend überzeugten sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Stadt Taucha bei einem "Vor-Ort-Termin" über den Stand der Sanierungsarbeiten, denn schließlich hat dafür die Stadt als Inhaber der Räumlichkeiten siebzigtausend Euro aus dem Haushalt bereitgestellt. "Diese Mittel sind keine Starthilfe für die Gaststätten-Betreiber, sondern sie mussten ausschließlich für dringend notwendige Sanierungs- und Reparaturarbeiten verwendet werden, für die die Stadt als Eigentümer aufkommen muss. Die Immobilie ist einfach in die Jahre gekommen", stellte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) klar. Seit Beginn der Bewirtschaftung des Ratskellers im Jahre 1992 sei hier diesbezüglich nicht viel passiert. "Vordem waren hier unter anderem die Politessen untergebracht", wusste der Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, Albrecht Walther.

"Der Schwerpunkt der Sanierung lag bei der Lüftungs- und Klimatechnik sowie bei der Elektroinstallation", erläuterte Karin Kirchner, Projektbetreuerin von der Tauchaer Immobilien- und Verwertungsgesellschaft, den Stadträten und Mitarbeitern der Stadt die wesentlichsten Maßnahmen. Vieles sei komplett gereinigt oder durch neue Technik ersetzt worden. Größere Überraschungen im Bauablauf habe es nicht gegeben. Anerkennend nahmen die Ausschussmitglieder zur Kenntnis, dass bis auf eine Leipziger Spezialfirma ausschließlich Tauchaer Firmen Arbeitsaufträge erhielten.

Mit Stolz präsentierte Ignazio Coriga die neugestaltete Innendekoration mit einer rustikalen Sandsteinverkleidung der Wände und der großen Säulen, die er mit seinen Helfern selbst angebracht hat, "Nun kann ich auch Tipps geben, wie man Sandsteinplatten fachmännisch und vor allem schnell verfugt", lachte der gebürtige Sizilianer. Die Fliesen im Gastraum sowie im Gang zum Ratsherrenzimmer und zu den Toiletten sind jetzt durch einen verblüffend echt wirkenden Belag in Holzoptik verdeckt. Den Zeitplan konnten er und auch die Handwerker einhalten, nun wartet der Wirt noch händeringend auf größere Tischplatten. Denn am 5. Dezember sollen ab 17 Uhr geladene Freunde und Partner, aber auch schon die ersten "richtigen" Gäste mit einem Aperitif begrüßt werden.

Seine Partnerin sitzt inzwischen über der Feinplanung, denn es gibt schon erste Reservierungen für die 90 Restaurantplätze und für eine geplante Silvesterveranstaltung. "Heilig Abend und der 1. Weihnachtsfeiertag gehören in Italien ganz der Familie", sagt Geschäftsführerin Yuliya Helbig, "sodass wir geschlossen haben werden. Ansonsten wollen wir ohne Ruhetag ab 11 Uhr öffnen und sonntags wird es sogar einen Brunch geben". Auch der Freisitz soll in der warmen Jahreszeit wieder betrieben werden.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich zufrieden mit dem Stand der Dinge und setzten ihre Besprechung in der nüchternen Atmosphäre des Rathauses fort.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2013
Reinhard Rädler

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