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Taucha Ausstellung über Mandan-Indianer eröffnet
Region Taucha Ausstellung über Mandan-Indianer eröffnet
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14:29 26.02.2018
Gabriele Giel, Ricarda Döring, Ronald Böhme und Maritta Mandry (von links) haben mit viel Liebe zum Detail geholfen, eine sehenswerte Ausstellung über ein nicht alltägliches Hobby zusammenzustellen.  Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

 Im Museumsraum in der Tauchaer Stadtbibliothek ist ab Sonnabend eine eindrucksvolle Schau zu sehen. Sie widmet sich allein der Interessengemeinschaft (IG) Mandan-Indianer, die in Taucha ihre Wurzeln hat und schon seit 60 Jahren besteht. Mit vielen Fotos, handgenähten Outfits und anderen Zeitdokumenten über das Vereinsleben können Besucher in die Welt eines einzigartigen und wissenschaftlich untersetzten Hobbys eintauchen.

Würde man die reich bestickten und geschmückten Hosen, Hemden oder Westen als Kostüme bezeichnen, täte man den Hobby-Indianern Unrecht. Denn diese mit viel Akribie in Handarbeit nach originalen Vorlagen selbst gefertigten und teils aus der IG-Anfangszeit stammenden Outfits haben nichts mit Fasching zu tun, wohl aber mit ernsthafter Erkundung des Lebensstils fremder Völker. Konkret geht es um die nordamerikanischen Mandan-Indianer. „Jedes Kleidungsstück erzählt eine Geschichte. Man erinnert sich, wer es getragen hat und zu welchen Anlässen“, erzählt Maritta Mandry, die von klein auf dem Hobby verbunden ist. Denn ihr Vater Lothar „Mike“ Böhme gehörte zu den Gründern der IG am 1. Juli 1958. Mit dabei damals auch Mandrys Bruder Ronald Böhme. „Ja, aber als Vierjähriger auf dem Schoß. Nach dem Tod unseres Vaters im Januar dieses Jahres habe ich viel Interessantes zur IG im Nachlass gefunden, auch noch aus der Zeit vor deren Gründung. Vieles davon ist hier jetzt zu sehen“, sagte der 63-Jährige.

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Auch wenn die Geschwister jetzt nicht zu den aktiven IG-Mitgliedern gehören, bleibe man doch der Gruppe verbunden, sagen beide. Das trifft auch auf Gabriele Giel, die sich fachlich gleichfalls in die Schau einbringt. Ihr vor drei Jahren gestorbener Ehemann Jochen „Taps“ Giel war viele Jahre IG-Häuptling und ist mit seinem prächtigen Federschmuck vielen noch von den Festumzügen beim „Tauchschen“ in Erinnerung. Tochter Claudia Giel setzt im 25-köpfigen Stamm die Familientradition unter dem jetzt weiblichen Häuptling Nadin Loth fort. Wissenschaftliche Unterstützung bekam die IG schon zu DDR-Zeiten vom Leipziger Museum für Völkerkunde. Professionelle Hilfe für die jetzige Ausstellung leistete die gelernte Museologin und Tauchas Museumschefin Ricarda Döring.

Die Ausstellung wird am Sonnabend 15 Uhr feierlich in der Brauhausstraße 24 eröffnet.

Von Olaf Barth

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