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Taucha Austausch macht Schüler zu guten Freunden
Region Taucha Austausch macht Schüler zu guten Freunden
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17:23 23.09.2009

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„Als wir in Frankreich waren, habe ich in Manons Familie gelebt und wir sind richtig gute Freundinnen geworden. Jetzt ist es natürlich toll, dass sie hier bei mir ist“, freut sich die 15-jährige Margarete, die sich auf Deutsch, Englisch, Französisch und Pantomimisch mit ihrer französischen Freundin verständigt. Die 14-Jährige ist hin und weg von Deutschland. „Ich bin das erste Mal hier und mir gefällt es sehr gut. Am schönsten war bisher Berlin“, so Manon, die sich auch außerhalb des Schüleraustauschs in den Ferien mit der Tauchaerin treffen will.

Dass das häufig vorkommt, bestätigt auch Schulleiterin Kristina Danz: „Der Kontakt der Familien bleibt bestehen, was ganz wunderbar ist. Momentan haben wir in der zehnten Klasse eine Familie, die mit einer französischen Austauschfamilie in den Urlaub fährt. Oft treffen wir auch die Geschwisterkinder von früheren Austauschschülern wieder.“

Begonnen haben die gegenseitigen Schulbesuche 2001, wobei die Stadt Taucha mit ihrer Städtepartnerschaft mit Chadrac/Espaly den Anstoß gab. Unweit davon hat das Gymnasium nach einer Partnerschule gesucht und sie im Collège La Fayette in Brioude auch gefunden. Die auf französischer Seite für den Austausch zuständige Deutschlehrerin Axelle Guillée freute sich damals ganz besonders auf die Tauchaer, da sie hier am Gymnasium von 1994 bis 1995 als Fremdsprachenassistentin arbeitete. „Das war ein absoluter Zufall und ich habe mich darüber sehr gefreut“, so die gebürtige Französin, die davon ausgeht, dass der morgige Abschied ihrer Schüler vielen sehr schwer fallen wird. „Wir verlassen Taucha sehr ungern, da hier alle so gastfreundlich sind und wir sehr gut aufgenommen werden“, berichtet Axelle.

Seit Mittwoch unternahmen die Schüler viel gemeinsam: Eine Fahrt nach Berlin und ins DDR-Museum stand genauso an wie ein Schultag am Gymnasium. Für heute ist ein Zoobesuch geplant. Ein besonderer Höhepunkt auch für die Gastfamilien in der Parthestadt ist der traditionelle deutsch-französische Abend, an dem sich alle Beteiligten an dem Austauschprojekt treffen, gemeinsam essen und einem zweisprachigen Programm der deutschen und französischen Schüler lauschen.

„Also verstehen tue ich so gut wie gar nichts und mein Sohn Eric lernt die Sprache ja erst noch“, erzählt Frank Walter, der den gemeinsamen Abend und die Einbindung der Familien sehr lobt. Die Walters haben eine Französin zu Gast, mit der sie sich „so gut wie es geht verständigen. Wir versuchen es so lange, bis wir zum Ziel kommen“, sagt der 44-Jährige. Nach dem knapp zweistündigen Programm aus Sketchen, Musikdarbietungen und sportlichen Einlagen ist das reichhaltige Büfett dann endlich eröffnet. Mit deutsch-französischen Fähnchen aufgespießte Weintrauben, Baguette, Rotwein aus dem Nachbarland und vielem mehr klingt der Abend offiziell aus, bevor er zu Hause in den Familien fortgesetzt wird. „Wir reden abends immer noch ganz viel und sind sehr glücklich, uns wiederzusehen“, freut sich Manon über die aufregende Woche in Deutschland.

Kathrin Kirscht

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