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Taucha B 87n: Bürgerinitiativen fühlen sich getäuscht und übergeben über 1700 Einwendungen
Region Taucha B 87n: Bürgerinitiativen fühlen sich getäuscht und übergeben über 1700 Einwendungen
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08:00 23.12.2009

. Der Großteil der Einwendungen stammt dabei von der Panitzscher BI zur Erhaltung der Parthenaue.

 „Das ist ein deutliches Zeichen für den wachsenden Protest in unserer Gemeinde“, meinte BI-Mitglied Mathias Leutert. Anwesend war auch Pfarrer Reinhard Freier: „Ich übergebe ein 25-seitiges Schreiben der Kirchgemeinde, in dem wir unsererseits Stellung beziehen zum geplanten Bau.“ In ihren Einwendungen beschreiben die beiden Initiativen die Auswirkungen, falls die B87n gebaut und die Parthen-aue zerschneiden würde. Derzeit läuft das Raumordnungsverfahren, zu dem sich Bürger äußern konnten. „Bei unserer Analyse der öffentlich ausgelegten Verfahrensunterlagen haben wir zahlreiche Mängel und Fehler in der Planung und in den durchgeführten Untersuchungen festgestellt“, so Dirk Werner, Vorstandsvorsitzender der Tauchaer BI Alternative B87. „Neben einer fehlerhaften und unvollständigen Kalkulation, falschen umwelt- und naturschutzfachlichen Erhebungen sowie zweifelhaften Bedarfsberechnungen wird vor allem das Schutzbedürfnis von Mensch und Natur vor den Auswirkungen des Projektes durch die Planer ignoriert“, so Werner weiter. Für ihn sei „unverständlich, wie unter Beteiligung von erfahrenen Behörden und anerkannten Planungsbüros derartig viele gravierende Fehler und Unzulänglichkeiten auftreten können“, schildert der BI-Vorstand seinen Eindruck.

Die Panitzscher Bürgerinitiative zur Erhaltung der Parthenaue kritisiert vor allem, dass in den Unterlagen zum Raumordnungsverfahren so getan wird, als wäre die Teilfortschreibung des Regionalplanes Westsachsen zur B87n schon rechtskräftig beschlossen. Richtig wäre dagegen, dass der Regionale Planungsverband von erheblichen Verzögerungen ausgeht. Die ausgelegten Unterlagen wären somit rechtswidrig, weil sie einen Zustand behaupten würden, der noch nicht oder nicht so bestünde, schreiben beide Initiativen in ihren Stellungnahmen. „Wir fühlen uns massiv getäuscht und finden das Vorgehen eine Ungeheuerlichkeit“, kommentierte Mathias Leutert.

Übergeben wurden die Unterlagen an Dietmar Röhl, Referatsleiter Raumordnung bei der Landesdirektion. „Bürger und Initiativen gaben über 2000 Einwendungen ab“, sagte er. Diese Menge an Zuschriften zu einer geplanten Maßnahme sei nicht ungewöhnlich. „Wir lesen alles durch und arbeiten es in unsere Bewertung ein“, sagte er.

Daniel Große

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