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Taucha B87-Planer holen Bürger mit ins Boot
Region Taucha B87-Planer holen Bürger mit ins Boot
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15:38 06.09.2018
In Taucha und Umgebung künden nach wie vor Plakate und Transparente vom Widerstand gegen einen B 87 n-Verlauf durch die Parthenaue. Quelle: Olaf Barth
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Taucha

Das stockende Planungsverfahren für einen neuen B 87-Verlauf zwischen Leipzig und Eilenburg soll wieder in Gang kommen. Da es speziell für den Bereich rund um Taucha in der Vergangenheit massiven Widerstand gegen die Vorstellungen der Planer gab, soll nun im Herbst ein öffentliches Beteiligungsverfahren für diesen Abschnitt starten. Das teilte jetzt die vom Freistaat Sachsen mit den Planungen beauftragte Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) mit.

Vorzugsvariante bis Herbst 2019

Das Verfahren wird laut Deges gutachterlich und planerisch von Fachleuten begleitet sowie extern moderiert. Es beinhalte öffentliche Veranstaltungen, Online-Dialoge und Planungswerkstätten. Daran könnten sich die verschiedenen Interessengruppen beteiligen. Ziel sei es, bis Herbst 2019 eine Vorzugsvariante für den Taucha-Abschnitt der B 87 n zu erarbeiten. Mit dem Beteiligungsverfahren soll die Akzeptanz für die spätere Vorzugsvariante erhöht und so die Zeit bis zur Realisierung der neuen Verbindung verkürzt werden, informierte die Deges.

Online-Plattform informiert

Zu dem Verfahren soll es in diesem Herbst eine öffentliche Informationsveranstaltung geben, bei der sich Interessenten für die Mitarbeit in den Workshops anmelden können. In diesen Planungswerkstätten sollen generell Einwohner, Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Wirtschaft und Verwaltung vertreten sein. Über eine Online-Plattform werde künftig transparent über den Planungsstand, den Beteiligungsprozess, Orte und Termine sowie später über den Bauverlauf informiert. Fachliche Fragen zur Planung sollen auf der Online-Plattform anschaulich beantwortet werden. Die Ergebnisse der Workshops würden dann öffentlich präsentiert und erörtert. Am Ende des Verfahrens sollen laut Deges mehrere Varianten stehen, die von den Beteiligten mehrheitlich akzeptiert werden und aus denen unter rein fachlichen Kriterien die Vorzugsvariante für die neue Trasse herausgearbeitet werden kann.

„Ein frühzeitiger, mehrheitlich akzeptierter Trassenverlauf kann in späteren Planungsphasen viel Zeit sparen“, erläutert Deges-Projektleiter Werner Breinig. Eine rechtssichere Vorzugsvariante ergebe sich jedoch erst durch die gutachterlichen Untersuchungen und Bewertungen im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Umweltverträglichkeitsprüfung und nach Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, welches das Projekt finanziert.

Von Olaf Barth

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