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B87n: Proteste aus Bahnhofsumfeld und Jesewitz

B87n: Proteste aus Bahnhofsumfeld und Jesewitz

Bürgermeister Holger Schirmbeck hatte seinen Jesewitzer Amtskollegen zwar noch am Abend über die Ergebnisse des Runden Tisches zur B87n informiert, trotzdem war Ralf Tauchnitz auch gestern noch verärgert: „Ich bin nicht erfreut, dass wir als Gemeinde nicht eingeladen wurden“, sagte er.

Taucha. Jesewitz sei schließlich auf jeden Fall betroffen.

Er persönlich halte die von Taucha vorgeschlagene Trasse an den Bahnschienen entlang für „unrealistisch“, wenn sie aber käme, müsse natürlich eine Ortsumfahrung für Jesewitz her, forderte er. Schon jetzt mache er sich Sorgen über den Verkehr, der durch seinen Ort rollen wird, wenn im November erst die Bahnquerungen bei Wölpern umfahren werden können und der Verkehr aus Eilenburg kommend direkt Richtung Jesewitz geführt wird. Er sei daher für die vom Autobahnamt auch favorisierte Südvariante zwischen Panitzsch und Sehlis hindurch. Im Gemeinderat sei die Meinung dazu jedoch gespalten, räumte er ein.

Dirk Werner von der Bürgerinitiative „Alternative B87“ entschuldigte sich gestern für die Nichteinladung. Das Gremium habe sich zusammensetzten sollen aus den beteiligten Ämtern, Bürgerinitiativen und den Kommunen, die von der vorgeschlagenen Südtrasse betroffen seien, erklärte er den Hintergrund. Dass mit der von Taucha vorgeschlagenen Trasse plötzlich Jesewitz ins Zentrum der Diskussion rücken würde, habe die Initiative nicht wissen können, sagte Werner. Beim Runden Tisch war Jesewitz allerdings nicht unerwähnt geblieben: Mehrere Teilnehmer hatten gemahnt, auch an eine Lösung für den Ort zu denken, falls die Taucha-Trasse näher untersucht wird.

Unterdessen meldete sich gestern mit Steffen deParade ein Anwohner der nördlich vom Bahnhof gelegenen Schillerstraße zu Wort, nannte das ganze Projekt eine „Farce“. Überall werde versucht, mit grünen Plaketten den Verkehr aus den Städten zu verbannen oder zu verringern, anders in Taucha. Dabei gebe es nördlich von Leipzig viele neue, noch nicht ausgelastete Straßen, die genutzt werden könnten. Für ihn und andere Anwohner bedeute ein Ausbau der Trasse Lärm und Feinstaubbelastung – und zwar zusätzlich zum geplanten Ausbau des Schienennetzes zum Umsteigeknoten in Taucha. „Da wäre ein starker Gegenwind seitens der Anwohner zu dieser unsinnigen Variante wünschenswert“, meinte deParade.

Jörg ter Vehn

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