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Taucha Bachblüten für Bello - Tierheilpraktiker eröffnet mobile Praxis
Region Taucha Bachblüten für Bello - Tierheilpraktiker eröffnet mobile Praxis
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21:00 03.03.2010
Heilpraktiker für Tiere: Sandy Bergt mit seiner Hündin Jessy. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Er eröffnete vor wenigen Tagen die erste mobile Tierheilpraxis für Taucha, Delitzsch und Umgebung. Er habe immer schon Tiere geliebt und auch selber gehabt, erzählt der Berufsanfänger. Neben Hündin Jessy, ein Dalmatiner-Mix, besitzt er noch eine Perserkatze und zwei Frettchen. Über seinen Beruf als staatlicher anerkannter Altenpfleger sei schließlich auch das pflegerische Interesse gewachsen und der Wille, beide Adern miteinander zu verbinden. Von da an war er nur noch ein Fernstudium und einige Praktika entfernt von seinem Traumberuf: Tierheilkundler.„Das ist einer von den neuen Berufen, nicht staatlich anerkannt und in der Wissenschaft auch umstritten“, gibt er gleich bei Gesprächsbeginn zu. „Aber wenn es nicht helfen würde, warum gibt es dann so viele Heilpraktiker?“, fragt er. Er wende in seiner Tierheilpraxis für die Vierbeiner dieselben Methoden an wie die Human-Kollegen für ihr Klientel.„Bachblüten sind zum Beispiel Medizin für die Seele“, schwärmt er. Die Blütenessenzen, die nach dem englischen Arzt Edward Bach entwickelt wurden, könnten mannigfaltig wirken. Eigenbluttherapie, Schüßler-Salze, Phytotherapie, Homöopathie, medizinische Fliegenmaden – es gebe viele verschiedene Methoden der Behandlung auch für Tiere, klärt er auf. Er arbeite auch mit einem Labor zusammen, das mit Hilfe der Bioresonanzanalyse negative Schwingungen feststellen könne. Benötigt würden dazu nur eine Fell- oder Blutprobe. Frühzeitig ließen sich so „Disharmonien im Körper“ feststellen. „Der Vorteil dieser Methode ist, dass das passende Arzneimittel gleich im Labor auf seine Wirkung zu den Schwingungen getestet werden kann“. sagt er. Ohnehin seien die Tiere die ehrlichsten Patienten: „Der Placebo-Effekt gelingt bei ihnen nicht.“ Eine Arznei wirke – oder eben nicht. „Mit der Psyche gibt es da keine Tricks.“Dafür könne er als mobile Tierheilpraxis zum Beispiel leichter Verhaltenstörungen auf den Grund gehen. „Ich besuche die Tiere ja in ihrem Zuhause, kann mir so ein Bild von der Haltung und vom Umgang miteinander machen.“ Oft genüge es zum Beispiel schon, den Platz des Körbchens zu verändern, um einen ständig bellenden Hund zu beruhigen. Im Gegensatz zur Schulmedizin gehe es bei ihm nicht nur um die Krankheit und die Symptome, sondern um das Tier „als Ganzes“.Reichlich Berufspraxis kann der 28-Jährige dennoch nicht vorweisen. Er habe aber ein Praktikum bei einem Tierarzt gemacht und bei einer Berufskollegin in Schleswig-Hostein zwei Kurse belegt. „Unsere Arbeit mag ja wissenschaftlich nicht anerkannt sein, aber jeder kann selber sehen, wie es wirkt“, sagt er. „Bislang hatte ich aber noch keine Patienten“, gibt er zu.Das soll sich jetzt ändern. Die Branche der Tierheilkunde haben jedoch auch andere schon entdeckt. Laut Landratsamt gibt es mindestens einen Mitbewerber im Kreis.

Jörg ter Vehn

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