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Badegäste fordern längere Öffnungszeiten in Taucha

Badegäste fordern längere Öffnungszeiten in Taucha

Das Parthebad wird vielfach zu den schönsten und familienfreundlichsten Freibädern im Großraum Leipzig gezählt. Kritik gibt es jetzt allerdings bezüglich der Öffnungszeiten.

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Außer diesem Spaßbecken mit Rutschen und Wasserspiel-Insel gibt es in Taucha noch Schwimmer- und Kinderbecken, Spielplätze und Beach-Volleyball-Felder.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Angesichts der Hitzeperiode würde das Bad zu unflexibel reagieren und zu früh schließen. Doch die städtische Betreiberfirma sieht für diese Saison keinen Handlungsspielraum.

"Ich würde mit meiner Familie gern länger baden als bis 19 Uhr. Das Leipziger Schreberbad hat auch bis 21 Uhr offen. In Taucha aber wird sogar schon ab 18 Uhr die Rutsche abgeschaltet und gesperrt, obwohl die Becken noch brechend voll sind", beschwert sich zum Beispiel Bad-Besucher Andreas Schröder über die derzeitige Praxis. Und mit seiner Vermutung, dass durchaus auch nach dem derzeitigen Einlass-Schluss 18.30 Uhr noch viele Gäste kommen würden, dürfte er angesichts des sommerlichen Wetters Recht haben. Er habe schon viele Gäste getroffen, die das ähnlich sehen. "Die wenigen schönen Tage sollten doch nun wirklich genutzt werden, am Ende geht es ja auch um Einnahmen für das Bad", so Schröder. Derzeit hätten zum Beispiel Berufstätige für eine abendliche Erfrischung im Parthebad schlechte Karten.

Verantwortlich für die Betreibung des Parthebades ist die städtische Immobilienbetreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH (IBV). Deren kaufmännischer Leiter Reinhard Müller zeigt Verständnis für die Wünsche der Badegäste, sieht derzeit aber keine Möglichkeiten für längere Öffnungszeiten: "Uns waren vor Saisonbeginn kurzfristig zwei Aushilfen abgesprungen. Jetzt läuft die Saison auf Hochtouren, da bekommt man niemanden", weiß der 62-Jährige. Mitarbeiter zu Fachangestellten für den Bäderbetrieb ausgebildet sein. Als Fachpersonal stehen derzeit lediglich Schwimmmeister Ronald Hanns und seine Kollegin Maria Schindler zur Verfügung. Das sah voriges Jahr etwas anders aus. Die offiziellen Öffnungszeiten seien zwar identisch gewesen, "doch da wurde bei Hitze und vollem Bad auch mal erst 20 Uhr geschlossen", berichtet Müller. Andere Bäder hätten jetzt zwar länger als in Taucha auf, würden aber auch erst 10 statt schon 9 Uhr öffnen. "Wir haben viele Frühschwimmer", sagt Müller.

Die Stadt Taucha bezuschusst das Bad jährlich mit 250 000 Euro. Von vornherein mehr festes und ausgebildetes Personal vorzuhalten, ist für Müller keine Lösung: "Bei schlechtem Wetter fehlen dann vielleicht wochenlang die Einnahmen. Das ist eben ein launisches Geschäft und das klassische Problem eines Freibades, das natürlich auch wirtschaftlich geführt werden muss." Es sei immer ein Balanceakt, den Kompromiss zu finden zwischen Wirtschaftlichkeit und zum Beispiel der Höhe der Eintrittspreise. Gerade jetzt bezeichnet aber auch er es als Handicap, nicht entsprechend auf das Wetter reagieren zu können. "Wir sind schon bei rund 22 000 Besuchern, hatten an den heißen Tagen jeweils fast 1000 Gäste", so Müller.

Dass Rutsche und andere Anlagen bereits eine Stunde vor Schließung abgestellt beziehungsweise gesperrt werden, begründet Müller mit dem Runterfahren der technischen Einrichtungen, das sei in Bädern so üblich. Außerdem soll sich das Bad bis 19 Uhr dann auch wirklich geleert haben. Die beiden Fachkräfte würden täglich ein enormes Pensum leisten, gerade jetzt, wenn das Bad sehr gut besucht ist. "Aber die Kritik ist Anlass, intern darüber zu reden, ob künftig die Rutsche nicht wenigstens bis 18.30 in Betrieb bleiben kann", kündigt Müller an.

@www.parthebad.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Olaf Barth

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