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Baden bis zum Schluss

Baden bis zum Schluss

Im Parthebad hat zum Saisonende das Aufräumen begonnen. Ganz schließen mag der leitende Schwimmmeister Ronald Hanns die Tore aber nicht. Bis zum Wochenende behalte er sich eine Öffnung vor, so Hanns – nicht zuletzt, um den „Club der Harten“ einzulassen.

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Treue Besucher wie die Damen vom selbsternannten „Club der Harten“ bescheren dem Parthebad und seinem leitenden Schwimmmeister Ronald Hanns trotz des schlechten Sommers immerhin noch stolze 24500 Besucher.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. „Club der Zarten“ wäre wohl charmanter. Schließlich handelt es sich um fünf Damen. Die drehen jedoch so oft wie möglich im Parthebad ihre Runden, bei Wind und Wetter, Sonne und Regen, gaben sich daher selbst den harten Namen. „Von 133 Öffnungstagen in diesem Jahr war ich 47 Mal hier“, sagt etwa Brigitta Berger. Sie ist 78 Jahre, aber noch nicht einmal die aktivste unter den harten Zarten. Die heißt Ursula Richter, ist mit ihren stolzen 89 Jahren in diesem Jahr 59 Mal im Parthebad schwimmen gewesen.

Was Wunder, dass Hanns seinen größten Wassersportlern zum eigentlichen Saisonende am Montag eine Runde Kaffee und Kuchen spendierte, und mit ihnen über den Sommer philosophierte, der keiner war.

Dabei fing das Jahr so vielversprechend an, mit viel Sonne schon im Frühjahr. „Aber ich habe schon im April gesagt, hoffentlich verausgabt sich der Sommer nicht jetzt schon“, plaudert Hanns. Genau das sei geschehen. „Streng genommen war nach Ostern der Sommer eigentlich schon wieder vorbei“, feixt er.

Trotzdem seien alles in allem 24 500 Gäste in diesem Jahr ins Parthebad gekommen“, so Verwaltungsleiter Reinhard Müller von der kommunalen IBV. Sonst gebe es knapp 31 000 Besucher, „wir liegen also bei etwa 80 Prozent vom Durchschnitt – das ist unter diesen Bedingungen ein sehr gutes Ergebnis“, meint er. Allein am vergangenen Wochenende seien bei schönem Wetter nocheinmal knapp 600 Gäste ins Bad geströmt.

Badchef Hanns hofft auf ähnlich viel Sonne an diesem Wochenende, will bis dahin die Pumpen im Bad laufen lassen. „Danach ist aber unwiderbringlich Schluss in diesem Jahr“, kündigt er an. Dann würden die Filter gereinigt, die Abläufe und Leitungen gespült, die Becken bis auf eine Restmenge für die Statik abgelassen und das Bad für den Winter vorbereitet.

Hanns will dann wie im Vorjahr wieder Erzieherinnen anbieten, bei ihm den von den Versicherungen geforderten Rettungsschein abzulegen. „20 bis 25 Frauen habe ich in diesem Jahr ausgebildet“, erzählt er, das trage Früchte. Inzwischen kämen wieder fast so viele Kindergruppen wie vor dem Einbruch im Vorjahr, darunter auch Kinder und Schüler aus Engelsdorf, Borsdorf, Mölkau, Panitzsch, Portitz und Jesewitz. Für Müller fast noch wichtiger ist aber die Alterstruktur: „Wir haben auch bei Familien mit Kindern zulegen können, sind daher auf dem richtigen Weg“, erklärt er.

Jörg ter Vehn

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