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Bäume versperren im Tauchaer Stadtpark Sicht von Aussichtspunkten

Fehlende Sicht Bäume versperren im Tauchaer Stadtpark Sicht von Aussichtspunkten

Ein schöner Blick vom Aussichtsturm in Taucha nach Leipzig? Fehlanzeige. Grünes Geäst versperrt die Sicht in Richtung Stadt. Das ärgert die Besucher des örtlichen Stadtparks. Doch die Behörden wollen Abhilfe schaffen.

Auch von der Bastei im Tauchauer Stadtpark sieht man nicht mehr weit ins Umland.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Als Tauchas Stadtpark Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde und den Namen König-Albert-Park trug, war dies eine von Menschenhand künstlich gestaltete Oase zum Flanieren und Erholen. Von der Bastei aus konnte man den Blick weit gen Süden über Felder und Wiesen in die Parthelandschaft schweifen lassen, vom Aussichtsturm schauten Besucher aus 22 Meter Höhe über die Dächer Tauchas bis nach Leipzig.

Beides ist heutzutage so nicht mehr möglich. Denn als die pflegenden Menschenhände immer weniger wurden und dann ihre Arbeit in den Vorwende-Jahrzehnten nahezu einstellten, ging die Natur mit ihrer ganz eigenen Gestaltungskraft ans Werk. Am Boden wucherten Buschwerk und Bodendecker, wild wachsende Bäume eroberten rund um die Aussichtspunkte die luftigen Höhen und verstellen seither den Blick.

Ordnung nur am Boden, nicht in der Höhe

Während in den vergangenen Jahren die Stadt am Boden wieder für Ordnung sorgte, Wege ausgebessert und der ursprüngliche Gestaltungsstil wieder sichtbar wurden, gibt es für das in die Höhe geschossene Grün nur teilweise eine Lösung. „Im Herbst könnte der Blick von der Bastei aus in die Parthenaue wieder hergestellt werden. Bis dahin sind noch Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde nötig“, sagte die für das Grün zuständige Rathaus-Mitarbeiterin Kathrin Gottschalk.

Der „Grüne Ring“ habe bereits signalisiert, das Vorhaben mit einer kleinen Förderung zu unterstützen. Gottschalk bezeichnete es als weiteren Puzzlestein dafür, den Park zu alter Attraktivität zu führen. Dagegen gebe es für den Aussichtsturm noch keine Lösung. „In drei Richtungen hat man ja einen schönen Rundumblick, aber gerade nach Taucha und Leipzig ist die Sicht versperrt. Erste Diskussionen dazu wurden geführt, aber bisher ohne Ergebnis“, so Gottschalk.

Naturbelassener Zustand akzeptiert

Bereits bei den Bodenarbeiten hatte sich gezeigt, dass sich einige Tauchaer offenbar sehr an den urwüchsigen, naturbelassenen Zustand gewöhnt hatten. Denn nahezu bei jeder Pflegemaßnahme hagelte es Proteste, wurde die Kompetenz der Verantwortlichen in Zweifel gezogen. Das ist nun auch beim etwaigen Fällen oder Einkürzen von Bäumen zu erwarten. „Ja, das ist in Taucha nicht so einfach. Manche hängen an jedem einzelnen Baum. Hier muss man sensibel vorgehen und die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren und ihr erklären, was warum gemacht werden muss“, sagte unlängst Bürgermeister Tobias Meier (FDP) gegenüber der LVZ

Von Olaf Barth

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