Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Bahn: 5,6 Millionen Euro für Schließung des Bahnübergangs nötig
Region Taucha Bahn: 5,6 Millionen Euro für Schließung des Bahnübergangs nötig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 26.02.2011
Anzeige
Taucha

Das bestätigt jetzt die Deutsche Bahn (DB), die 2013 mit der Umgestaltung beginnen will.

„Die Bohrgrund-Erkundungen sind Teil der Vorleistungen für einen Entwurfsplan zur Beseitigung des Bahnübergangs“, sagt Bahnsprecherin Änne Kliem. „Ein Tunnel ist nicht geplant“, führt sie weiter aus und stiftet mit ihrer Aussage kurz Verwirrung, „Der Bahnübergang wird durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt.“ So lautet zumindest der korrekte Bahn-Terminus – nicht gleichzusetzen mit Brücke und Tunnel. Denn obwohl die Portitzer Straße, jeweils auf Höhe von Modehaus Fischer und Kaufland beginnend, unter die Schienen abgesenkt werden soll, entsteht laut Bahn kein Tunnel, sondern ein sogenannter Trog. Züge sollen ihn per Brücke überqueren. Mit dem Bau soll es 2014 im Zuge des Bahnhofsumgestaltung losgehen. Die Vorbereitungen starten ein Jahr davor. Abgeschlossen sein soll das Projekt Ende 2016.

Den Planungen nach wird der Tauchaer Bahnhof als Umsteigeknotenpunkt zwischen Straße und Schiene neu hergerichtet. Dank des dann fertigen City-Tunnels sollen Pendler in Windeseile ins Leipziger Zentrum gelangen können, ohne dabei das Auto nutzen zu müssen. Obwohl das Vorhaben von der DB ausgeht, ist die Stadt per Eisenbahnkreuzungs-Gesetz finanziell an einzelnen Projektabschnitten beteiligt. Die Kosten werden demnach gedrittelt.

So sind im Haushalt der Stadtverwaltung 1,5 Millionen Euro für das gesamte Projekt reserviert. Doch schon allein für die Beseitigung des Bahnüberganges in der Portitzer Straße, samt Trogbau und Brücke, schätzen die Bahn-Planer die Kosten auf zirka 5,6 Millionen Euro. Sowohl Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) als auch Bauamtsleiterin Barbara Stein sind von der Summe überrascht. „Das hätte erhebliche Auswirkungen auf unsere Finanzplanungen“, sagt Schirmbeck. „Da muss ich passen“, fügt Stein an, die am Montag den Sachverhalt prüfen will. Die Rechnung der Stadtverwaltung beruht auf Informationen der Bahn von 2010. Da sollte die Maßnahme noch zirka drei Millionen Euro kosten.

Alexander Bley

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die neue B 87 als autobahnähnliche Trasse zwischen Leipzig und Torgau wird im Bundesverkehrsministerium offenbar auf den Prüfstand gestellt. Über neueste Entwicklungen will die Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der Parthenaue auf ihrer nächsten Versammlung am 16. März im Tauchaer Nachbarort Panitzsch informieren.

25.02.2011

Christoph Wonneberger ist nicht groß gewachsen, wirkt eher schmalschultrig als stark. Dennoch ging von dem heute 66-Jährigen in den 80er Jahren in Leipzig eine mitentscheidende Kraft aus, die junge Menschen dazu bewog, Anfang Oktober 1989 das System der DDR öffentlich in Frage zu stellen.

25.02.2011

Seit dieser Woche sind in Taucha drei Mitarbeiter der Sächsischen Brunnen- und Spezialtiefbau GmbH (SBS) damit beschäftigt, auf beiden Seiten des Bahnüberganges in der Portitzer Straße per Bohrer den Boden bis in eine Tiefe von 20 Metern zu ergründen.

25.02.2011
Anzeige