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Bahn will neue Abbiegespur „bis Ende des Jahres“ freigeben

Verkehrschaos Graßdorfer Straße Bahn will neue Abbiegespur „bis Ende des Jahres“ freigeben

Noch ist keine Entspannung an der Graßdorfer Straße in Sicht: Die angekündigte neue Rechtsabbiegerspur lässt weiter auf sich warten.

Hier trifft die Graßdorfer Straße auf die B 87. An der Stelle geht es für Autofahrer dabei oft eng zu und es kommt in allen Richtungen zu Staus. Eine separate Rechtsabbiegerspur Richtung Autobahn und Leipzig soll bald für Entlastung sorgen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Seit diesem Monat ist der Bahnübergang in der Portitzer Straße in Taucha voll gesperrt. Die Deutsche Bahn baut hier bis 2019 einen sogenannten Trog unter den Gleisen hindurch, damit der Verkehr in der Straße künftig ohne ständige Stopps an der Schranke fließen kann (die LVZ berichtete). Doch die Umleitungsstrecke in der Graßdorfer Straße gelangt zeitweise an ihre Grenzen, eine Baumaßnahme der DB zur Entlastung lässt auf sich warten.

„Das ist eine Katastrophe. Und das soll nun zwei Jahre so gehen, Besonders in den Stoßzeiten gibt es hier regelmäßig das reinste Verkehrschaos“, schimpft die Tauchaerin Annett Klöpsch. Mit ihrem Pkw steht sie an der Schranke in der Graßdorfer Straße in einer langen Schlange von Autos, deren Ende schon bis auf die B 87 reicht und so den Verkehr Richtung Leipziger Straße blockiert. „Auch in der Gegenrichtung staut sich der Verkehr, wenn die Leute auf die B 87 einbiegen wollen. Dann zieht sich der Rückstau wieder über die Schranke durch die Graßdorfer bis zur Matthias-Erzberger-Straße und darüber hinaus. Ehe der ganze Verkehr abgeflossen ist, kommt schon der nächste Zug und die Schranke ist wieder unten“, schildert die 47-Jährige ihre Erfahrungen.

Seitens der Stadtverwaltung Taucha war angekündigt worden, dass wenigstens in Richtung von der Schranke zur B 87 mit dem Bau einer neuen Rechtsabbiegerspur der Verkehr künftig besser abfließen soll. Dazu habe es Absprachen mit der Deutschen Bahn und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gegeben. Doch die Hoffnungen der Stadt, dass diese neue Rechtsabbiegerspur gleich als dauerhafte Lösung angelegt werden könnte, scheinen sich nicht zu erfüllen. Das zumindest ergab eine LVZ-Anfrage bei der Deutschen Bahn. Das Unternehmen bestätigte zunächst, dass sich der „Umbau des Knotens Graßdorfer Straße/B 87 als Auflage aus der Verkehrsbehördlichen Anordnung zur Sperrung der Portitzer Straße“ ergebe. Die Umsetzung dieser Auflage erfolge daher aus dem Projekt „Maßnahmenkomplex Umbau Bahnhof Taucha“. Gleichzeitig spricht die Bahn aber von einem „temporären bauzeitlichen Umbau“ des Knotens. „Grundsätzlich sind temporäre Maßnahmen bei Beendigung der Umleitung gemäß Verkehrsbehördlicher Anordnung wieder zurückzubauen. Eine darüber hinaus gehende Nutzung gehört nicht zum Projekt“, teilte die Bahn mit. Einen Zeitpunkt, wann mit dem Bau der Rechtsabbiegerspur begonnen werden soll, konnte die Bahn noch nicht nennen. Gestartet werde, wenn Lasuv und Stadt Taucha die Planungen genehmigt haben. Ziel sei, das Vorhaben bis Ende 2017 zu realisieren und dann die Verkehrsfreigabe zu erteilen. Zu den konkreten Kosten machte die Bahn keine Angaben. diese könnten erst nach Abschluss der Planung beziffert werden und seien Bestandteil der Kreuzungsvereinbarung zum Ausbau der Portitzer Straße.

Wie die LVZ auf Nachfrage erfuhr, gehört zu dem temporären Umbau in diesem Bereich auch eine Verbreiterung der B 87. Damit könnte dort dann der B 87-Verkehr nach Eilenburg flüssiger fließen und würde nicht mehr durch Linksabbieger in die Graßdorfer Straße ausgebremst. „Nur in Summe ergeben die derzeit geplanten Verkehrsführungen Sinn, um die Verkehrssituation zu entspannen“, informierte die Bahn.

Von Olaf Barth

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