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Bahnhaltepunkt: Pönitzer wollen Petitionsausschuss anrufen

Bahnhaltepunkt: Pönitzer wollen Petitionsausschuss anrufen

Bei einer mit rund 80 Gästen gut besuchten Veranstaltung informierte und diskutierte der Ortsbeirat Pönitz am Dienstagabend in Liemehna die Veränderungen rund um den Bahnhaltepunkt Pönitz, die ab Ende April greifen (die LVZ berichtete mehrfach).

Taucha. „Es war eine zum Teil sehr hitzig geführte Diskussion“, resümierte gestern Frank Junge vom Ortsbeirat, der mit Gerhard Haupt die Veranstaltung auf dem Podium führte. Dort hatten unter anderem Vertreter des Landratsamtes, des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) sowie vom Bus-Unternehmen Geißler-Reisen, das im Ort den Anrufbus betreibt, Platz genommen. Wie berichtet, hatte der ZVNL angekündigt, den Bahnhaltepunkt Pönitz tagsüber nicht mehr anzufahren, weil Zuschüsse aus Dresden gestrichen worden seien, der Verband vom Freistaat zum Sparen genötigt werde. Aus dem Bahnhaltepunkt dann nur noch einen Halt bei Bedarf von Fahrgästen zu machen, ginge nicht wegen der rund zweieinhalb Minuten Verzögerung je Halt, die der enge Fahrplan nicht hergebe, wiederholte Junge frühere Erklärungen des ZVNL.

Angeboten worden sei jedoch, dass der bisher vorwiegend als Schulbus genutzte Bus etwas aufgestockt wird und auch freitagabends und in den Ferien fahre, so Junge. Zusammen mit den Bahnhalten in den Tagesrandlagen könnten Pönitzer somit montags bis freitags von 5 bis 22 Uhr nach Taucha gelangen und ebenso von 5 bis 23.40 Uhr wieder nach Hause, gab er die Erklärungen wider. Dennoch bedeute der Anrufbus eine Aufschlag von einem Euro je Fahrt „und wie schnell er verfügbar ist, werden wir sehen“, so Junge. Der Busunternehmer habe jedoch zugesagt, den Kindergartenkindern von Pönitz bei ihren Ausflügen bei der Bezahlung entgegenzukommen.

Insgesamt bedeuteten die Veränderungen trotzdem für Pönitz „eine totale Verschlechterung“, so Junge. Der Ortsbeirat habe daher eine Unterschriftensammlung begonnen, wolle diese nächste Woche mit einer Petition an den Landtag schicken.

Die Gespräche mit Pönitz hätten vorher stattfinden müssen, monierte Haupt. „Wichtig ist, dass Zweckverband und Kreis jetzt mal die Argumente von uns gehört haben“, so Junge. Auch wenn er zugegeben müsse, dass das Fass bei vielen in der Diskussion sicherlich auch übergelaufen sei, weil sich Taucha selbst so wenig in Pönitz engagiere.

Jörg ter Vehn

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