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Bauchtänzerinnen bereiten sich auf den Tauchschen vor

Bauchtänzerinnen bereiten sich auf den Tauchschen vor

Wenn Ende des Monats auf der Festwiese in Taucha verschiedene Ensembles zum Stadtfest auftreten, dann sind auch die Bauchtänzerinnen von "Nuray" wieder mit dabei, zum sechsten Mal schon.

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Ines Cäsar (links) und ihre Tänzerinnen des Ensembles "Nuray" präsentieren ihre Kostüme und üben für ihren Auftritt beim Tauchaer Stadtfest.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Derzeit üben die zwölf Frauen fleißig an ihrem Programm, denn nie soll eins dem der vorangegangenen Auftritte gleichen. Und es sieht schon sehr gut aus, wie ein Besuch in Plösitz zeigt. Denn dort, in der Wurzner Straße 33, befindet sich der Übungsraum für Wellness und Tanz.

Mit einem fröhlichen "Bis zum nächsten Mal" schickt Chefin Ines Cäsar die Teilnehmerinnen ihres Zumba-Fitness-Kurses in die Umkleide-Kabine. In dem kleinen Tanzsaal hat sich schweißgeschwängerte Turnhallen-Luft ausgebreitet. Kein Wunder, die Zumba-Frauen haben sich bei diesem "wahnsinnig spritzigen Latin-Dance-Workout", so Cäsar, gerade voll ausgepowert. Vor dem nächsten Abend-Kurs wird erst mal gelüftet, denn gleich treten die Tänzerinnen des Ensembles "Nuray" vor die Spiegelwand. Auch hier fungiert die ausgebildete Zumba-Instruktorin als Trainerin. Nach Schulungen bei verschiedenen namhaften Tänzern in Berlin, Chemnitz, Dresden, Hannover und Frankfurt am Main arbeitet sie als Dozentin für orientalischen Tanz. Hauptberuflich macht das die 45-Jährige bereits seit 2004, auch an der Volkshochschule. Vor neun Jahren fanden dann Gleichgesinnte zur Bauchtanzgruppe "Nuray", übersetzt Morgenlicht, zusammen.

"Seit ich das erste Mal, das war Silvester zur Jahrtausendwende in Schmalkalden, Bauchtänzerinnen gesehen hatte, bin ich davon total fasziniert. Das war für mich der Knaller, ich wollte auch unbedingt damit auf die Bühne", berichtet Ines Cäsar von ihrem Einstieg in den nicht alltäglichen Tanz. Damals sei das sogar ein Trend-Sport gewesen, sie schloss sich anderen Tänzerinnen an, bewies Talent und Takt für diese Art der geschmeidigen Hüft-Bewegungen.

"Der orientalische Tanz ist nicht so fitnesslastig, er lebt mehr von den weicheren Bewegungen und der Fantasie der Tänzerinnen. Dafür muss man ein Herz haben", erklärt die gebürtige Leipzigerin. Zirka dreimal im Jahr treten die Frauen in ihren prächtigen Kostümen auf, für nächstes Jahr steht schon das Wasserfest am Bagger in Thekla im Kalender. Trainiert wird übrigens nicht in den Kostümen, es sei denn, dass Fotos geschossen werden sollen. "Ansonsten sind die Kostüme zu teuer und für das Training viel zu schade", sagt die Trainerin. Viele der farbenfrohen, bestickten Kleider und Tücher wurden von der Tauchaer Schneiderin Gudrun Hüls angefertigt, zu der die Tänzerinnen gern gehen, wie sie sagen. Gearbeitet werden die Gewänder auch nach Ideen von Birgit Siler aus der Gruppe: "Ich entwerfe gern gern mal was, das macht mir genauso viel Spaß wie das Tanzen."

Mit ganzer Leidenschaft dabei ist auch Karin Stache. "Mich begeistert, dass ich hier ganz Frau sein kann. Bei diesem Tanz, zu dem auch die exotische Kleidung, der Schmuck und die weiblichen Reize gehören, nehme ich eine Rolle an, in der ich voll aufgehe. Hier kann ich ich sein, mit allem was so zu mir gehört", sagt die 57-Jährige selbstbewusst. Denn die Bauchtänzerinnen müssten sich schon zu ihrer Figur bekennen, die sich von denen der Models auf den Laufstegen dieser Welt oft sehr deutlich unterscheidet. "Ich habe damit kein Problem. Ich gehen ja auch in die Sauna oder an den FKK-Strand. Man muss zu sich stehen, zu seinem Körper und sich auch damit wohl fühlen. Ist das nicht der Fall, merkt man es als Zuschauer an der Ausstrahlung", erklärt die Zweenfurtherin weiter. Sie liebe das Glitzern und Funkeln an ihren mittlerweile zehn Kostümen. Ihr gefalle es zudem, bei den Tänzen mit ihren Reizen nicht zu geizen. "Das geht mit jeder Figur bis ins hohe Alter hinein", ist sie sich sicher. Erste Bühnenerfahrungen hatte sie bereits beim Westerntanz gesammelt.

Wichtig für die Tänzerin ist allerdings auch der sportliche und künstlerische Aspekt. "Unsere Bewegungen sind sehr gut für den Rücken und viele Muskelgruppen. Und wir tanzen nicht nur den klassischen orientalischen Tanz, diese Musik länger am Stück ist ja nun auch nicht jedermanns Sache. Bei uns sind auch ganz moderne Klänge zu hören, die wir mit entsprechenden Choreographien in Bewegung umsetzen", so Stache. Und das sei bei den bisherigen Auftritten immer sehr gut angekommen: "Auch beim Tauchschen waren die Zuschauer bisher immer begeistert. Deshalb freuen wir uns schon auf den nächsten Auftritt dort."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.08.2015
Olaf Barth

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