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Bauhof rodet alte Pflaumenbäume

Bauhof rodet alte Pflaumenbäume

Spaziergänger zwischen Seegeritz und dem Tauchaer Stadtteil Cradefeld vermissen schmerzlich die alten Obsbäume am Feldesrand entlang des Tauchaer Weges. "Warum wurde dort so radikal gerodet?", fragte zum Beispiel eine Leserin.

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Nur noch Stubben sind von den alten Pflaumenbäumen übrig.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Für die Stadtverwaltung Taucha gab auf LVZ-Nachfrage Kathrin Gottschalk Auskunft. Sie ist im Rathaus für den Sachbereich Baumschutz-Parkanlagen, Grünflächen und Wasserbau zuständig.

"Mitarbeiter des städtischen Bauhofes haben bei den Bepflanzungen entlang des Weges eine längst überfällige Grundpflege durchgeführt. Dabei haben sie festgestellt, dass der größte Teil dieser Pflaumenbäume aus faulem und teils schon abgestorbenen Holz bestand", sagte Gottschalk. Dieser Bestand sei nie gepflegt worden. Die Bäume hätten sich als alt und brüchig erwiesen und ihre Standzeiterwartung erfüllt. "Deshalb war dringend geboten, an diesem Weg diese Grundpflege vorzunehmen, diese überständigen Bäume zu entfernen und so Platz für neue, junge Gehölze zu schaffen", erklärte Gottschalk. In diesem Frühjahr sollen nun auch die bisher noch im Boden verbliebenen Stubben entfernt werden. Einzeln stehende Jungbäume seien aber bewusst von der Rodung verschont worden.

Gottschalk kündigte zudem an, dass gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen an dieser Stelle eine neue Obstbaumreihe gepflanzt werden soll. Wann genau das passieren wird, konnte die Rathaus-Mitarbeiterin zwar noch nicht sagen, doch das Projekt hätte in ihrem Ressort eine hohe Priorität. Zunächst müsse aber geklärt werden, in welcher Höhe für diese Maßnahme Fördermittel zu erhalten sind. "Es ist ja eines unserer Ziele, an den Feldrändern mit Busch- und Baumreihen für eine Begrünung zu sorgen, die unter anderem auch für Vögel und Insekten ein Lebensraum ist", sagte Gottschalk. Damit werde die Kulturlandschaft auch für Erholungssuchende weiter aufgewertet.

Beim aktuellen Anblick allerdings werden gerade jetzt zur anbrechenden Frühlingszeit mit den angekündigten warmen Tagen Spaziergänger traurig auf den Feldrand schauen. Denn so alt die Bäume auch waren, geblüht hatten die Mirabellen immer noch prächtig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2015
Olaf Barth

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