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Taucha Baumbestand wird langfristig umgebaut
Region Taucha Baumbestand wird langfristig umgebaut
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10:00 19.10.2011
Keine Seltenheit: Dieser von innen zerfressene Baum wurde im Sommer an den Schöppenteichen gefällt. Zwölf weitere sollen ihm in diesem Herbst folgen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Jetzt macht sich die Stadt auch mittel- und langfristig Gedanken, wie sie den Altbestand umbauen kann.

Zum Baumbestand am Marktplatz, an den Schöppenteichen, in der Klebendorfer Straße, der Kriekauer Straße und der Sommerfelder Straße liegen inzwischen Untersuchungsergebnisse des beauftragten Baumgutachters vor. Wie berichtet, soll etwa am Marktplatz der Bestand altersschwacher Linden in drei bis vier Jahren abschnittsweise erneuert werden, um danach wieder ein einheitliches Bild zu haben. „In der zweiten Novemberwoche geht es auf der Westseite los, vier Silberlinden werden neu gepflanzt“, so Baufachbereichsleiterin Barbara Stein gestern.

Rund um die Schöppenteiche seien seit dem Sommer insgesamt 281 Bäume bewertet worden, 50 von ihnen seien 50 bis 150 Jahre oder noch älter. „Dort gibt es leider viel Befall mit holzzersetzenden Pilzen“, erläuterte Stein. Insgesamt ein Dutzend Starkbäume, darunter viele repräsentative, müssten in diesem Herbst entnommen werden, so die Bauchefin des Rathauses. Darunter befänden sich leider auch zwei Schwarzerlen, eine Rosskastanie und zwei Hängeweiden. Wie Bürgermeister Holger Schirmbeck erläuterte, seien bei den Bäumen teilweise nur noch Wandstärken von sieben bis zehn Zentimetern gemessen worden, „obwohl sie äußerlich ganz vital aussehen“. An zwanzig Bäumen werde versucht, mit einem Kronenrückschnitt noch Leben zu retten, einige würden auch mit Spannseilen gesichert. „Wir betreiben hier einen höheren Aufwand, um den Parkcharakter möglichst zu erhalten“, so der Bürgermeister. Untersucht worden waren ebenfalls Tauchaer Alleebäume. So gebe es in der Klebendorfer Straße aktuelle Schadbilder, darüberhinaus langfristig auch Probleme in der Sommerfelder und der Kriekauer Straße. Letztere habe mit den Platanen eigentlich einen gesunden Baumbestand. „Aber wir kriegen zunehmend Probleme mit den hochwachsenden Bäumen“, so Schirmbeck. Das wirke sich nämlich auch auf den Leitungsbestand unter den Baumen aus. Langfristig seien es einfach die falschen Bäume für diesen Standort, meinte Schirmbeck. Wie auch in der Sommerfelder Straße sei es darüberhinaus günstiger, nur auf einer Seite künftig noch Bäume zu haben, um auf der anderen die Leitungen zu konzentrieren, „und auch mal eine Radweg anlegen zu können“, so Stein.

Im zuständigen Ausschuss sei beraten worden, wie der nötige Umbau vonstatten gehen solle. Favorisiert werde ein schrittweiser Umbau in sinnvollen Abschnitten, so Stein – auch deshalb, weil die nötigen rund 100 000 Euro je Straße ohnehin nicht in der Stadtkasse übrig seien.

In der Klebendorfer Straße seien in diesem Jahr erneut einige Bäume stark geschädigt, eine Handvoll müsse der Verkehrssicherheit wegen gefällt werden, erläuterte Stein. Unklar sei noch das Schicksal dreier geschwächter Bäume auf der Festwiese, so Schirmbeck. Nächsten Dienstag informiert das Rathaus ab 18 Uhr im Ratssaal über Baumpflegemaßnahmen. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

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