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Bei Sperrmüllsammlung in Taucha wachsen illegale Haufen

Bei Sperrmüllsammlung in Taucha wachsen illegale Haufen

Die jährlich zwei Mal stattfindende Sperrmüllsammlung in der Stadt ist für Bürger eine gute Gelegenheit, ihre Keller und Dachböden zu entrümpeln. Doch es gibt auch immer wieder Probleme.

Taucha. Etwa dann, wenn dort Müll liegt, wo er gar nicht abgeholt wird. Die Kosten dafür trägt der Steuerzahler.

Die Parthestadt gleicht derzeit an vielen Ecken einer Müllhalde. Grund ist die Sperrmüllsammlung, die jeweils im Frühjahr und Herbst als Straßensammlung durchgeführt wird. Bewohner von Ein- und Mehrfamilienhäusern haben die Möglichkeit, nicht mehr benötigte Möbel und andere Einrichtungsgegenstände sowie Schrott vor die Tür zu stellen. Das Tauchaer Unternehmen UWE kümmert sich um die Entsorgung. Bereits geschehen ist diese etwa entlang der B87, Graßdorfer Straße. Trotzdem befindet sich seit Ende Oktober ein größerer Haufen Sperrmüll neben der Einmündung zur so genannten Glockentiefe. Computermonitore, Fernseher, Möbel, Matratzen, Glasscheiben und anderer Unrat liegen dort. „Das ist ein großes Ärgernis für uns, denn dort findet gar keine Sammlung statt, dort wohnt ja niemand“, sagt eine Mitarbeiterin. Auch im Tauchaer Ordnungsamt ist der Haufen bekannt. „Das ist offenbar Müll, der zu spät rausgestellt wurde und sich nun dort sammelt. Das Problem dabei ist, dass immer mehr dazu kommt, wenn bereits ein solcher illegaler Ablageplatz existiert“, so Amtsleiter Albrecht Walther. Aus diesem Grund solle der Müll alsbald beräumt werden.

Zuständig dafür ist das Umweltamt des Landkreises Nordsachsen, das entsprechende Hinweise vom Ordnungsamt Taucha bekommt. Die Kosten für die Nachberäumung und die Beseitigung von illegalen Müllbergen zahlt der Kreis, am Ende also der Steuerzahler. Anlass, die Straßensammlung einzustellen oder Änderungen im Ablauf vorzunehmen, sieht Bernhard Voll aber nicht. „Die Nachberäumung, oder dass an anderen Stellen auch Müllhaufen entstehen, ist ein normales Problem, das man nicht außer Acht lassen sollte. Es gibt aber keinen Anlass, irgend etwas zu ändern“, sagt der Amtsleiter. Zumindest ein Bürger, der in den vergangenen Tagen weiteren Müll aus seinem PKW auf den Haufen gelegt hat und ertappt wurde, wird nun Post bekommen. „Wir prüfen, ob hier Mülltourismus vorliegt“, so Walther. Ein Bußgeld sei nicht ausgeschlossen.

Nicht nur an der B87 liegt noch Sperrmüll, in einigen Straßen, wo bereits geräumt wurde, findet sich insbesondere noch Elektronikschrott. „Hier nochmal der Hinweis, dass alte Elektrogeräte jeder Art kostenlos bei der Firma UWE abgegeben werden können“, erklärt Walther. Hier greife seit 2006 das Elektroaltgerätegesetz, das besage, dass solcher Schrott nicht mehr abgestellt werden darf.

Daniel Große

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