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Taucha Benefizausstellung von Maler Reinhard Bergmann im Rittergutsschloss eröffnet
Region Taucha Benefizausstellung von Maler Reinhard Bergmann im Rittergutsschloss eröffnet
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05:00 26.04.2010
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Taucha

Der Maler verkauft seine Burgen an jeden Romantiker und Burgliebhaber – ein Traum auf Leinwand.  Der Förderverein Schloss Taucha hat am Sonnabend die Benefiz-Kunstausstellung „Burgen und Schlösser“ eröffnet. In den Räumen des Rittergutsschlosses werden bis zum 23. Mai, am Wochenende von 14 bis 18 Uhr, 80 Gemälde von Schlössern aus Europa zu sehen und zu kaufen sein. Der Erlös soll die weitere Sanierung des historisch-kulturellen Kleinods unterstützen. Zwischen 1993 und heute sind die ausgestellten Bilder entstanden. Der gelernte Maler liebt jedes einzelne seiner über 700 Burgengemälde, doch am liebsten hätte der 60-Jährige gerne selbst ein Schloss. Seit 20 Jahren versucht Bergmann seine Frau Jutta zu überreden. „Keine Chance“, sagt der Künstler mit einem Lächeln. Dann wird ihm wohl nichts anderes übrig bleiben, als weiterhin mit seiner Frau und mit Hündin Afra zu den Sehenswürdigkeiten in Europa zu reisen, die Bauwerke zu skizzieren oder zu fotografieren, um sie anschließend daheim im Atelier mit Ölfarben aufs Papier zu bannen. Der Artist zeichnet nichts, was er nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Entschieden meint er: „Das wäre sonst Betrug!“ Gekennzeichnet ist Bergmanns Stil durch den dominierende Orangeton, genannt Nepalgelb-rötlich. Er bildet die Grundlage für jede weitere Farbe und habe dem Kunstschöpfer im Laufe der Jahre zu dem Spitzamen „Der Orangemaler“ verholfen. Verstärkt wird der warme Kontrast durch die Sonnenstrahlen, die durch die Dachfenster des Rittergutschlosses scheinen. Während Frank Nadolny am Waldhorn und sein Bruder René am Tenorhorn für die musikalische Untermalung sorgen, schauen sich potentielle Schlosskäufer in dem Ausstellungsraum um. Das Bild „Schloß Taucha I“ hat es besonders Jutta und Harry Hoffmann angetan. Wild diskutieren und spekulieren sie gemeinsam über den zukünftigen Platz des Gemäldes. 150 Euro für Kunst und gleichzeitig einen wohltätigen Zweck ist dem Ehepaar nicht zu teuer. Hoffmann sucht das Gespräch mit dem Künstler, um das Bild gleich zu reservieren. Das wahre Tauchaer Schloss würde „Der Orangemaler“ jedoch nicht kaufen. „Das ist einfach nicht romantisch“, gibt der Weißenfelser schüchtern preis. Er träumt von einer echten Burg, mit Burgfräulein, einem Schlossherren als besten Freund und einem kleinen Türmchen. Außerdem sollte sich das alles in Frankreich befinden. Aber vielleicht ändert der gebürtige Warnemünder seine Meinung nach dem Abschluss der Baumaßnahmen.

Karoline Maria Keybe

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