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Beratungen zu Klebendorfer Straße in Taucha dauern noch an

Fraktionen reagieren auf Kritik Beratungen zu Klebendorfer Straße in Taucha dauern noch an

Die von Anwohner Dietmar Zorn kritisierten Tauchaer Stadtrats-Fraktionen haben sich jetzt bezüglich der Klebendorfer Straße auf Anfrage der LVZ ebenfalls geäußert. Sie betonen, dass die Beratungen über eine mögliche Öffnung der Straße als Einbahnstraße für Durchgangsverkehr noch nicht beendet sind und eine Entscheidung noch aussteht.

Momentan gibt es am Ende der Klebendorfer Straße für Kraftfahrzeuge kein Durchkommen – Sackgasse. Ob das so bleibt, ist noch nicht entschieden.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Teils mit Verständnis, teils aber auch mit Verwunderung und richtig verärgert reagieren Tauchaer Stadträte auf den an sie gerichteten offenen Brief von Dietmar Zorn. Der 67-Jährige wohnt in der Klebendorfer Straße, die bisher als Sackgasse verkehrsberuhigt ist. Er macht gegen eine mögliche Öffnung der Trasse für den Durchgangsverkehr mobil und äußerte deutliche Kritik an Tauchas Verkehrspolitik (die LVZ berichtete).

„In einem Punkt gebe ich Herrn Zorn Recht: Die Verkehrsinfrastruktur ist seit Jahrzehnten in Taucha nicht beachtet worden. Und dass damals der Lintec-Bau auf die Fläche hingestellt wurde, auf der eigentlich die Otto-Schmidt-Straße als Verbindung nach Engelsdorf zur Sommerfelder Straße hätte weiter gebaut werden können, war ein Fehler. Da waren aber auch ganz andere politische Kräfte im Spiel“, meint Stadtrat Jürgen Krahnert von der FDP. Die Liberalen bilden mit den Bündnisgrünen eine Fraktion im Stadtrat. Krahnert: „Unsere Fraktion macht es sich nicht leicht und hat sich noch nicht abschließend positioniert. Persönlich werde ich Herrn Zorn nicht antworten, nicht weil er kritisch ist, sondern bei ihm die Sachlichkeit auf der Strecke bleibt und Behauptungen aufgestellt werden. Er zeigt kein Interesse an Fakten und realen Gegebenheiten, bringt vieles durcheinander, beschimpft uns. Er ist ein verbitterter Mann, der sich hier schon mit allen zerstritten hat“, sagt Krahnert, der selbst in der Klebendorfer Straße wohnt.

Fraktionskollege Axel Weinert von den Grünen verweist ebenfalls auf den noch laufenden Abwägungsprozess. „Ich habe Verständnis für die Sorgen und Ängste der Leute, die dort wohnen, deshalb fällt eine Entscheidung auch so schwer. Klar sieht jeder zunächst das, was vor seiner Haustür passiert. Der zunehmende Verkehr ist eine Belastung für alle“, so Weinert. Doch eine abschließende Entscheidung gebe es noch nicht. Die Stadt mache es sich nicht leicht, habe sich in der Bürgerversammlung im Mai auch der Öffentlichkeit gestellt.

Die SPD hatte in ihrer jüngsten Sprechstunde fünf Anwohner aus der Klebendorfer Straße zu Gast, Dietmar Zorn sei nicht darunter gewesen. Wie er inzwischen mitteilte, weilte er zu dieser Zeit im Urlaub, hatte aber seinen Mitstreitern in der Straße empfohlen, die SPD-Sprechstunde wahrzunehmen. „Wir haben die Bedenken aufgenommen. Eine kurzfristige Entscheidung steht nicht an, wir werden auch mit den anderen Fraktionen in der Sache weiter beraten. Das Thema steht emotional weit oben, auch wir sind bei dieser Sachentscheidung hin und her gerissen. In Vorbereitung der nächsten Stadtratssitzung werden wir uns das auch vor Ort noch einmal genau anschauen“, kündigte SPD-Fraktionschef Christof Heinzerling an.

Linke-Fraktionschef Jürgen Ullrich äußert sich bewusst zurückhaltend, wie er sagt: „Zum einen ist das Ganze noch ein laufender Prozess und nicht entschieden. Zum anderen enthält das Schreiben des Herrn Zorn falsche Behauptungen und Halbwahrheiten, wir werden ihm das auch so mitteilen.“ Für die CDU stand Stadtrat Lars Lehmann in E-Mail-Kontakt mit Dietmar Zorn. „Ich habe ihm mitgeteilt, dass wir uns in der Fraktion noch mit diesem Thema weiter beschäftigen“, so Lehmann. Es müsse aber etwas getan werden bei der Infrastruktur, auch wenn klar sei, „dass irgendjemand irgendwo immer etwas dagegen hat“. Doch gerade vor dem Hintergrund der von der Bahn beabsichtigten Schließung des Übergangs im Gerichtsweg, würde jede Ausweichstrecke gebraucht. „Wir haben nun mal nur ein gewisses Straßennetz zur Verfügung“, sagte Lehmann. Auch andere Straßen in Taucha seien vom zunehmenden Verkehr betroffen: „Wir müssen die Interessen der gesamten Bevölkerung berücksichtigen. Eine Entscheidung zur Klebendorfer Straße ist aber noch nicht gefallen.“

Von Olaf Barth

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